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Radia war Zeit ihres Lebens eine Herausforderung für uns:

Ihre Geschwister und sie wurden am Nil mit Arsen vergiftet, nur Radia überlebte.

Am 07. April 2008 kam sie zu uns und wir wollten ihr ein schönes Leben geben.

Doch leider entwickelte Radia eine sehr schwere Form der Epilepsie und hatte häufig, zum Teil sehr heftige Krampfanfälle, die mit starken Medikamenten behandelt werden mussten. Wir können nur vermuten, dass die Epilepsie mit der Vergiftung zusammen gehangen hat.

Trotz des Handicaps hatte Radia Glück und wir fanden ein Zuhause für sie. Leider konnte sie dort aufgrund persönlicher Umstände ihrer Besitzerin nur ein paar Jahr bleiben, bis sie in einer Hundepension untergebracht wurde. In der Pension ging es Radia nicht schlecht: Sie konnte mit anderen Hunden zusammen leben und hatte einen eigenen Raum für sich, da sie nicht zuverlässig stubenrein war.

Wir erfuhren von dieser Pensionsunterbringung erst, als die monatlichen Rechnungen ein Problem wurden. Unter Zeitdruck suchten wir eine andere Unterkunft und haben tatsächlich Menschen gefunden, die sich dieser kranken Hündin annehmen wollten.

Wir holten Radia am Niederrhein ab und fuhren mit ihr bis ins Hochsauerland

Ihre neuen Menschen hatten bereits einem alten schwarzen Schäferhund aus Polen ein Zuhause gegeben und wollen nun Radia, trotz ihrer Epilepsie und den daraus resultierenden motorischen Einschränkungen, einen schönen Lebensabend bereiten. Die Gegend ist äußerst ländlich, es gibt eine ebenerdige Wohnung mit Garten, der hundeausbruchssicher war. Unsere einzige Sorge, dass der vorhandene Hund (Monk) Radia nicht mögen könnte, ist zum Glück unbegründet gewesen. Radia und Monk haben sich gut verstanden.

Anfangs war Radia entgegen aller Prognosen stubenrein und ging regelmäßig mit ihren Menschen und Monk spazieren.

Mitte Mai 2018 ging es jedoch rapide abwärts: Radia bekam zum ersten Mal seit langer Zeit einen schweren epileptischen Anfall und war danach sehr verändert: Sie wurde aggressiv gegen Mensch und Tier. Kein Medikament half mehr. Da vor einiger Zeit auch ein Tumor diagnostiziert war, ließen wir Radia in Absprache mit ihren neuen Menschen und der Tierärztin über die Regenbogenbrücke gehen.

Einen Hund wie Radia aufzunehmen, mit all ihren Einschränkungen und Erkrankungen, erfordert sehr viel Engagement und Herz. Deshalb danken wir Herrn und Frau B. aus B. ganz herzlich, dass sie Radia noch ein paar schöne Monate in einer Familie gegeben haben.

Dzudza, meine beste Freundin, ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Als Du damals bei mir eingezogen warst, war ich total happy. Aber das erste Jahr war die Hölle. Oft habe ich geweint und gedacht, das Monster gibst du wieder zurück. Du hattest mit jedem Tier, egal ob Hund, Katze, Maus oder Vogel Probleme, hast sofort aggressiv reagiert und dann genommen, was Du bekommen konntest, auch wenn es die Knochen eines Menschen waren.

Mir wurde eine Hundetrainerin zur Seite gestellt, die meinte, ich solle Dich belohnen, wenn Du ruhig an einem Tier vorbei gehst. Das funktionierte aber nicht lange, Du nahmst das Leckerchen und drehtest Dich um, dann ging der Stress wieder los. Du hattest es sogar geschafft, dass mir die Rotationssehne an der rechten Schulter gerissen war und ich mich einer Operation unterziehen musste.

Irgendwann fand ich heraus, dass Du ein "Schönwetterhund" bist, bei Regen wolltest Du nie lange laufen, das war meine Chance.

Ich nahm jede Menge Wasserflaschen mit und sobald ich merkte, dass Du zicken wolltest, gab es eine Ansage und sofort eine Ladung Wasser über den Kopf. Das gefiel Dir gar nicht und irgendwann brauchte ich nur noch zu sagen: Ich hole die Flasche raus

Damit war das größte Problem gelöst und wir konnten tolle Unternehmungen machen, bei denen Du sogar nach und nach mit Artgenossen getobt hast.

Auf unseren täglichen Ausflügen hatte ich Dir immer gesagt, wie die Straßen und Parks heißen, in denen wir uns gerade befanden. Die Leute hatten mich oft angesprochen und meinten: Es ist doch nur ein Hund, warum machst Du das. Aber genau die gleichen Leute staunten dann nicht schlecht, als ich Dir Straßen oder Parks nannte und Du marschiertest los.

Mit Dir wurde es nie langweilig; denn Du hattest auch viel Unsinn in der Wohnung angestellt:

Essbares musste immer eingeschlossen werden, sonst hast Du Dich selbst bedient, es war nichts vor Dir sicher. Du konntest sogar die Tortentransportbehälter von Tupper öffnen, ebenso den Backofen.

Wie oft hattest Du mir den Mülleimer geöffnet und dann den Müll in der Wohnung verteilt, sogar unter der Bettdecke. Aber ich konnte Dir nie böse sein.

 

Ich vermisse es, mit Dir gemeinsam auf der Couch zu liegen und zu kuscheln, oder abends im Bett Rücken an Rücken einzuschlafen.


Jeden Moragen pünktlich um Viertel vor neun wolltest Du zur Bushaltestelle, jeden Tag sind wir zusammen mit dem Bus gefahren.

Nachdem bei Dir Demenz diagnostiziert wurde, musste ich Dich oftmals ans Futtern erinnern, mit Knochen oder den Kieler Sprotten, die Du sonst immer so geliebt hattest, konntest Du nichts mehr anfangen, aber Bus fahren hattest Du nie vergessen, auch anschließend den Weg zum Kiosk nicht, um Dir dort ein Leckerchen abzuholen.

In den letzten Monaten wollte Dein Körper nicht mehr so, wie Du es wolltest. Du wolltest laufen, immer noch viel unternehmen, aber ich hatte Dich immer ausgebremst, da Dir oftmals die Hinterhand weggeknickt ist.

Das gefiel Dir gar nicht, sobald Du merktest, dass  es wieder nach Hause geht, konntest Du schlimmer als jeder Esel bocken oder Du hast Dich kopfüber aufden Boden geworfen. Aber ich hatte keine Diskussionen zugelassen; denn ich hatte große Anagst um Dich.

Als Du am 03.05.2017 über die Regenbogenbrücke gegangen bist, brach für mich eine Welt zusammen.

An diesem Tag rief mich gegen Abend unsere Tierkommunikatorin Andrea an und sagte mir, sie solle mir von Dir folgendes ausrichten: Ich solle mich für Dich freuen, dass Du diesen alten, verbrauchten, kaputten Körper verlassen konntest, denn Du konntest ihn nicht mehr brauchen. Dieser Körper würde nicht mehr so funktionieren, wie Du es kanntest und auch haben wolltest.

Ich kann Dich verstehen, aber bin total traurig, denke sehr viel an Dich und unsere wunderschöne Zeit.

Ich bin total froh, dass ich Dich damals nicht aufgegeben habe.

Danke für die wunderschönen Jahre mit Dir.

Es wird irgendwann die Zeit kommen, dann sind wir wieder zusammen.

Martina Schneider

Freddy

Freddy hatte sein Zuhause verloren, weil sein altes Frauchen plötzlich verstorben war. Sein Geburtsjahr war 1999.

Wir hatten Freddy bei unseren Tierärztinnen runderneuern lassen, einschl. einer Zahnsanierung.

Für sein Alter war Freddy noch gut zu Fuß und schätzte Spaziergänge von bis zu einer Stunde. Dabei war er ableinbar und abrufbar. Aufgrund seines Alters war er etwas schwerhörig, aber es reichte, wenn er etwas lauter angesprochen wurde.

In der Pflegestelle vertrug er sich mit den vorhandenen Hunden und dem Kater Ludwig XIV. Am liebsten saß er auf der Couch und wollte kuscheln. So war er es wohl aus seinem vorigen Zuhause gewöhnt. Er war sehr anhänglich und verfolgte sein Pflegefrauchen auf Schritt und Tritt.

Leider hatte sich seit der Aufnahme bei uns niemand für Freddy interessiert. Deshalb hatte seine Pflegestelle sich entschlossen, dass Freddy seinen Lebensabend bei ihr verbringen durfte.

Wir fanden Paten, die uns halfen, die Tierarztkosten zu tragen.

 

Nun ist Freddy mit 18 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Ein biblisches Alter, welches eindeutig der Pflegestelle zu verdanken ist. Ein anderer AGT-Hund, nämlich Lines, den wir mit 10 Jahren aus schlimmen Verhältnissen geholt hatten, wurde in dieser Pflegestelle 21 Jahre! - Danke Anette.

Scala

Die kastrierte Mischlingshündin Scala wurde 2004 geboren und kam aus dem größten Tierheim der Welt, der Smeura, zu uns. Scala hat in den ersten Monaten alles verbellt, was ihr begegnet ist. Nur hundeerfahrene Gassigänger konnten mit ihr in die Natur und trotzdem waren Spaziergänge sowohl für die ängstliche Scala als auch für das andere Ende der Leine einfach nur Stress.

 

In ihrer ersten Pflegestelle konnte sie aufgrund ihrer Bellfreudigkeit, die die Nachbarn nicht hinnehmen wollten, nicht bleiben und zog dann in die nächste Pflegestelle mit eigenem Haus und Garten. In beiden Pflegestellen wurde regelmäßig mit Hilfe eines Hundetrainers an Scalas Problemen gearbeit.

 

Alle Leute, die sich für Scala interessierten, haben ganz schnell wieder Abstand genommen, wenn sie Scala persönlich kennen gelernt haben, weil sie kein "fertiger" Hund war und noch intensive Arbeit benötigte.

 

Dann hat Scala leider unbemerkt Hühnerknochen aus dem Abfalleimer stibitzt, die dann in ihrem Darm stecken geblieben sind. Einige Tage Klinikaufenthalt und Bangen, doch dann hatte sie es geschafft. Leider hat Scala noch immer mit den Spätfolgen zu kämpfen, was sich in Durchfällen äußert. Deshalb ist sie immer noch in ständiger ärztlicher Behandlung und es wurden zahlreiche Untersuchungen und Tests durchgeführt.

 

Da die Unterbringung in dieser professionellen Pflegestelle nicht kostenlos war und ein Loch in unsere Kasse gerissen hat, waren wir froh, dass sich eine neue Möglichkeit auftat. So zog Scala wieder um und hat nun drei tierische Kumpels. Das neue Frauchen wohnt in einer Mietwohnung und hat Scala so toll hinbekommen, dass Scala in der Wohnung gar nicht mehr bellt. Auch draußen hat sich Scala toll gemacht. Sie läuft überwiegend unangeleint und genießt sichtlich die Spaziergänge ohne Jogger und andere ihr unbekannte Dinge  zu attackieren.

 

Leider besaß das Frauchen nicht die finanziellen Mittel, die kostenintensive Scala zu finanzieren. Da Scala eine chronische Darmentzündung entwickelt hat, benötigt sie auch noch teures Spezialfutter.

Nur dank Paten ist es uns gelungen, alle diese Kosten bezahlen zu können.

 

Scala starb plötzlich und unerwartet am 1. Mai 2016; wir vermuten einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Ute-Fay

Nachdem sich stets die nicht richtigen Leute für unsere SCHWARZE Ute-Fay gemeldet hatten, hatten die Pflegestelle und die AGT vereinbart, dass Ute-Fay für immer in der Pflegestelle bleiben würde. Die Bindung war mittlerweile auch schon so eng, dass es für Frauchen und Hund besser war, wenn die Zwei zusammen blieben.

Ute-Fay war eine wunderschöne, aufgeweckte und sehr intelligente Podenco-Schäferhund-Mix-Hündin, die sehr anhänglich, verschmust und dankbar war. Ihre geringe Schulterhöhe von ca. 50 cm unterstrich noch ihre Anmutigkeit. Da die Mutter von Ute-Fay eine reinrassige Podenca war, hatte sie ihr auch eine gehörige Portion Jagdtrieb mitgegeben. Geboren wurde Ute-Fay übrigens am 13.02.2003.

 

Weil die Pflegestelle sich den Hund – bis auf das Futter -  kostenmäßig nicht leisten konnte, bezahlte die AGT die Versicherung, die Steuern und die Tierarztkosten.

Eigentlich hatte Ute-Fay eine robuste Gesundheit, aber an Schilddrüsen-Tabletten kam sie nicht vorbei. Mittlerweile hatte sie auch Arthrose in den Knochen und musste entsprechende Medikamente, auch Schmerzmittel nehmen. Im August 2014 bekam sie für eine durchknickende Vorderpfote eine Orthese.

 

Am 06. Oktober brach ihr "Gangwerk" ganz zusammen und wir mußten sie einschläfern lassen.

Rilana

Rilana wuchs zusammen mit ihren Schwestern ohne Sozialkontakt zu Menschen auf und hatte im Zusammenleben mit Menschen erhebliche Defizite. Nach ihrer nicht gerade prickelnden Kindheit und Jugend nahm eine hundeerfahrende Frau die 3 Schwestern zu sich, dort konnten die Hunde unter Zuhilfenahme einer Hundklappe in den Garten und sich dort völlig frei bewegen. Anfangs war Rilana völlig panisch und ertrug keine Menschen im selben Raum, nach 10 Monaten folgte sie ihrem Frauchen auf Schritt und Tritt, schlief auf dem Sofa und ließ sich vorsichtig anfassen. Rilana wollte nie den Garten verlassen und zeigte keinerlei Interesse an Spaziergängen. Im Gegenteil: Jegliche große Veränderung versetzte sie in Panik. Deshalb wurde sie auf einen Gnadenhof vermittelt, damit sie von nun an unabhängig, aber mit Sozialkontakt und angedachter liebevoller Betreuung leben konnte. Leider wurde Rilana grässlich enttäuscht: Die Betreiberin des Gnadenhofes schaffte es in kürzester Zeit, Rilana zu brechen und jegliches Vertrauen zu zerstören: Sie wurde an die Heizung angebunden und war danach nur noch ein Schatten ihrer selbst. Wir waren über den psychischen Zustand dieses Hundes entsetzt

Wir fanden für Rilana eine Dauerpflegestelle mit großem umzäunten Grundstück und vorhandenem Hund in Düsseldorf-Heerdt, wo sie frei entscheiden konnte, sich im Haus oder im Garten aufzuhalten. Rilana blühte auf.

Dort konnte sie sich von ihrem Höllentripp erholen und nach und nach aus sich heraus kommen. Es stellt sich heraus, dass sie ein sanfter, verspielter, vorsichtiger und humorvoller Typ ist. Rilana orientierte sich an ihren Artgenossen und verstand sich ausgezeichnet mit Katzen. Da Rilana keine Leine akzeptierte, war diese Haltung einfach nur perfekt für sie.

 

Im September 2015 mußten wir Rilana aufgrund von Altersbeschwerden mit 13 Jahren einschläfern lassen. Der Tierarzt kam nach Hause, weil Rilana in all den Jahren das Grundstück nie verlassen brauchte.

Wulf

Wulf war ein absolut liebenswerter und anhänglicher kastrierter Rüde, der 1998 geboren wurde. Er kam Ende 2009 aus Rumänien zu uns. Altersmäßig gehörte er bereits zu den Senioren und litt dementsprechend an dem ein oder anderen Zipperlein. Wir vermuten, dass Borderterrier-Blut in seinen Adern floß.

Wulf lebte in einer Pflegestelle in Mülheim und hatte das Herz seines Pflegefrauchens im Sturm erobert. Er war sehr anhänglich und verschmust, folgt ihr auf Schritt und Tritt und ließ sie nicht aus den Augen. Wulf konnte den Terrier in sich nicht verleugnen, denn er war vom Wesen her sehr eigenständig. Auf Veränderungen in seinem Umfeld reagieret er jedoch sehr sensibel und mit gesundheitlichen Problemen.  Nach gescheiterten Vermittlungsversuchen, hatten wir uns entschlossen, dass Wulf bei seinem P

Aufgrund einer chronischen Darmentzündung benötigte er Spezialfutter.

Wir fanden Paten, die uns dabei halfen, dieses Futter und die notwendigen Tierarztbesuche zu finanzieren.

Wulf ging im Sommer 2016 mit stolzen 18 Jahren über die Regenbogenbrücke.

Gina

Gina hatten wir 2002 zusammen mit ihrer Mutter Dixie und 4 Geschwistern (Robina+Sira+Samson+Carlos) aus schlechter Haltung in SG geholt.

Nun mußte Gina 14jährig wegen eines Tumors eingeschläfert werden.

 

Ein letzter Gruß ihrer Familie Möke

 

„Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,

 der ist nicht tot, der ist nur fern.

Tot ist nur, wer vergessen wird.“

 

 

Der alte Fritz

Es gibt keine Zufälle, davon ist Fritzens Familie überzeugt.

Als sie ihn im Internet sehen, war es Liebe auf den ersten Blick und sie riefen sofort bei der AGT an.

Allerdings war Fritz noch gar nicht vermittlungsfähig; er kam nämlich aus Ungarn und war in einem nicht so guten Zustand. Er sollte zunächst seine gesundheitlichen Probleme auskurieren. Deshalb sagte die AGT erstmal nein.

Aber die Familie ließ sich nicht abwimmeln. Es wurde ein Vorbesuch gemacht und verabredet, dass sie erstmal als Pflegestelle fungieren sollten. Bis zum Vermittlungsvertrag sollte Fritz in unserer Vereinstierarztpraxis - auf AGT-Kosten - runderneuert werden.

Am selben Tag holten sie Fritz aus Essen ab. Die Familie schaffte es dann mit Spucke und Geduld, ihn gesund zu machen.

Eine AGT-Mitarbeiterin mit großem Hundeverstand half, die Bindung zwischen Hund und Mensch zu vertiefen.

Und seitdem gibt es ein neues glückliches Hunde-Mensch-Team in Langenfeld.

Fritz erfreut sich jeden Tag aufs Neue seines optimalen Zuhauses und seine Menschen sind nach wie vor verliebt in ihn.

Ach ja, das Geburtsjahr von Fritz ist 1999 und aufgenommen hat ihn seine Familie 2012, also mit 13 Jahren!!!

Das nur zum Thema „Es muß unbedingt ein Welpe sein!“.

Fritz mußte am 14. Februar 2015 eingeschläfert werden. Er wurde 16 Jahre alt.

Peppo

Peppo, mein kleiner Professor Rabenschreck, mein Sensibelchen.

Du fehlst uns so sehr. Es ist so leer zuhause. Möpschen trauert noch ganz doll. Gandhi versucht sie immer aufzumuntern.

Wir werden uns ziemlich lange nicht sehen, aber Du bist immer in meinem Herzen. Eines Tages werden wir im Regenbogenland wieder zusammen über die Wiesen streichen, werden - wie schon so oft - zusammen im Gras liegen und kuscheln, und ich werde Dir wieder zusehen, wie Du deine Nase in den Wind hältst und strahlst vor Glück. Und ich lächle, streichle über Deinen Rücken und bin unendlich glücklich, wieder mit Dir zusammen zu sein.

Während ich hier auf Erden noch so einiges zu erledigen habe, mach Dir da oben eine schöne Zeit.

Wir sehen uns!  Ich liebe dich ! 

 

Peppo wurde am 28.09.2003 in Thüringen geboren, kam im Alter von 5 Jahren zu mir. Er verstarb nach einer kurzen, sehr schweren Krebserkrankung im Alter von 11 Jahren am 16.10.2014 in den frühen Morgenstunden.

Conny.

Traumhund Kira

Nach Irrungen und Wirrungen hat unsere Kira in 2006 endlich in Duisburg das Zuhause gefunden, in welchem sie respektiert und geliebt wird und sich pudelwohl fühlt.

Dabei war es gerade in 2006 nicht einfach, jemanden zu finden, der den Mumm hatte, einen America Staffordshire aufzunehmen. Wurde dieser Hunderasse ja per Gesetz der Stempel „gefährlich“ aufgedrückt. Aber wer Kira erlebt, erlebt das Gegenteil: Kira ist absolut menschenbezogen, freundlich, hat den Wesenstest mit Bravour bestanden, kann also jetzt ohne Maulkorb abgeleint werden. Sie war noch nie auch nur einen Hauch unfreundlich zu Menschen oder anderen Hunden. Andersherum: Sie ist ein Lamm, mit welchem sogar ein entspannter Zoobesuch möglich ist.

 

Ihrem Temperament verdankt sie einen Kreuzbandriss und die Entfernung der Milz, aber das beeinträchtigt sie überhaupt nicht. Obwohl sie inzwischen 13 Jahre alt ist, sieht niemand ihr das an. Sicherlich, sie ist ein wenig ruhiger geworden und schläft erheblich mehr als früher. Aber das ist normal für ältere Herrschaften. Ihr Spieltrieb jedoch ist der einer jungen Hündin.

Kira würde ohne Probleme als Bisamratte durchgehen....

Mit ihren Artgenossen verträgt sie sich ausgezeichnet. Ihr engster Freund ist Elvis, eine große Bulldogge.

Herr Unger, wir sind sehr froh , dass wir Sie damals gefunden haben. Nochmals danke, dass Sie einem Hund, den Ignoranten als Kampfhund bezeichnen, ein Zuhause gegeben haben.

 

Kira mußte am 29.11.2014 aufgrund von Altersleiden eingeschläfert werden.

Sie wurde genau 15 Jahre alt.

Tapferes Mädchen Silvi-Sissi

Silvi–Sissi war 2 Jahre jung, als sie am 23. Februar 2004 bei uns einzog. Sie hatte eine Schulterhöhe von 35 cm und hatte bei einem Unfall ihr linkes Vorderbein verloren. Nie haben wir erfahren, wie es passierte; denn Sissi kam aus Rumänien.

 

Aber das, was wir Menschen Behinderung nennen, behinderte Sissi weder beim Laufen, noch beim Toben, noch beim Buddeln.

 

 

 

Sie war sehr menschenbezogen, verschmust, lieb und anhänglich und gehörte vom ersten Tag an zu unserer Familie, in der es auch Katzen gibt, mit der sie gut zurecht kam. Auch mit ihren Artgenossen verstand sie sich gut.

Anfang des Jahres stellten wir fest, dass Sissi nicht mehr so die Kraft hatte, die sie eigentlich auszeichnete. Sie spulte nicht mehr ihre Kilometer ab wie sonst, sondern wollte nach Erledigung ihres Geschäftes kuscheln, kuscheln, kuscheln.

Wir hatten so ein richtiges Ritual, wenn wir morgens draußen waren: Und es konnte in Strömen regnen, wir sind erst nach Hause gegangen, wenn sie ihre Streicheleinheiten hatte und sich auf dem Boden wälzen konnte, während sie von mir gekrault wurde.

Aber da wir ja kreativ sind, bin ich mit dem Rad und dem Fahrradanhänger mit ihr raus in den Park gefahren. Wenn sie dann nicht mehr zu Fuß konnte, packte ich sie in den Anhänger.

Ende Juni hatte sie dann vermutlich einen Schlaganfall. Der ganze Abend war völlig normal und als wir dann mit Sissi ins Schlafzimmer gingen bemerkten wir, dass ihr die Hinterbeinchen seitlich wegrutschen und ihren Körper nicht mehr tragen konnten. Sie hatte große ängstliche Augen und war sehr unruhig. Wir haben dann unsere Matratzen ins Wohnzimmer auf den Boden gelegt und sie hat sich sofort auf meine Matratze  geschleppt, sich ganz nah an mich gekuschelt und die ganze Nacht total entspannt bei mir geschlafen. Wir sind am nächsten Tag sofort zum Tierarzt gefahren und mussten dann - wie leider schon am Vorabend befürchtet - Abschied von unserem kleinen Mädchen nehmen. Es war eine Entscheidung, die ihr weiteres Leid ersparen sollte; denn mit ihren drei Beinchen hatte sie es ja eh nicht leicht gehabt. Ich bin bei ihr gewesen, als die Infusion gesetzt wurde und sie ist friedlich auf meinen Beinen liegend eingeschlafen.

Sissi fehlt uns sehr: Keiner, der sich auf den Rücken legt, damit ich ihn kuscheln kann. Seitdem Sissi nicht mehr da ist, übernimmt AGT-Kater Herbie so langsam das Regiment. Den Platz neben mir auf der Couch, wo Sissi immer bei mir lag, hat er schon übernommen und er sorgt auch im Katzenrudel schon hin und wieder für Ordnung. Als er zu uns kam, war er nicht handzahm. Aber so langsam entwickelt er sich zum Schmusekater, obwohl er immer noch schreckhaft ist. Was mag dieser süße kleine Kerl wohl erlebt haben! Aber wir sind ja dafür da, um es wieder gut zu machen und ich bin sicher, dass es auch gelingt.

Brigitte Schäfers/2014

Yaqui

*12. August 2001

Am 28. Januar 2014 ist unser geliebter Freund über die Regenbogenbrücke gegangen.  

'Du fehlst hier! Aber wenn wir an Dich denken, sehen wir Dich und fühlen, Du bist in unseren Herzen!'

Peggy & Thomas

Pearl

 

 

Wenn Liebe ein Weg

und Erinnerung Stufen wären,

dann würden wir hinaufsteigen

und dich zurückholen.

Der große Bellini lebt nicht mehr

    

2005 haben wir uns zum ersten Mal kennengelernt.

Du, das armselige kleine, mit Aggressionen geladene Fellbündel und ich. Wer weiß was du so alles in deinem Leben davor erlebt hast um so zum kämpferischen Einsiedler zu werden.

Auf den ersten Blick war ich enttäuscht als ich dich sah, ein kleiner Wutz, der sich als kleiner Flax verkleidet hatte. Wer weiß, wer dir das in die Wiege gelegt hatte, er hat auf jeden Fall Gutes getan. Mit deinem Aussehen hattest Du den ersten Wall meiner Abwehr in Sekunden Bruchteile zerbröckelt und als du dich dann nach einer Stunde an meine Hand ran pirschtest und mir das kleine Bäuchlein anbotst, zum Erstaunen aller anwesenden Mitarbeiter, kapitulierte ich vollends.

Dann lebten wir zusammen, du und ich, wir durften unsere Macken und Rechte behalten und kamen uns nicht in die Quere. Im Laufe der Jahre erkanntest du die Harmlosigkeit von Joggern, Radfahrern, anderen Pestilenzen und standest einfach drüber. Deinen Job mich 3 mal am Tag aus der Wohnung zu holen erledigtest du mit Bravour. Wir verlebten bewusst schöne Zeiten miteinander, die Jahre vergingen wie im Fluge, ja wirklich zu schnell. Geplant war, wenn ich denn mal Rentner wäre, noch Jahre gemeinsame Abenteuer zu erleben.

Aber das Schicksal spielte uns langsam und sicher einen Streich. Unsere beider Zipperlein nahmen zu, beschwerten unser tägliches Leben und spielten sich immer mehr als Diktatoren unserer Leben auf.

Bis jetzt, als sich das Böse in deiner Leber einnistete und von dort aus dein Leben auffraß. Ich kämpfte mit mir weil ich dir den schrecklichen Sieg und die Qualen des Bösen ersparen wollte.
Es gab nur einen Weg dahin, ich musste entscheiden und den sind wir gegangen. Am 17.06.2013 um 19.35 Uhr hörte dein Herz auf zu schlagen, ich fühle es jetzt noch.

Ich vermisse dich, es ist so leer und still in dieser blöden Wohnung.

Herbert

Bellini - auf jeden Topf paßt ein Deckel

Bellini - wie kam Bellini in mein Leben, oder fragen wir: Wie kam ich in Bellinis Leben?

 

Der erste Kontakt zu Bellini war im Internet über eine Tiervermittlungsseite. Ich war auf der Suche nach einem Klon meines Schäferhund-Collie-Mixes Flax, sehr dumme Idee sage ich heute.

Aber Bellini’s Bild hatte große Ähnlichkeit, wie er da so am Tor stand. Also griff ich im September 2005 zum Telefon.

Am 11. September fuhr ich dann nach Essen in die HAST und sah Bellini zum ersten Mal „Auge in Auge“. Vom Bild hatte ich mich täuschen lassen, er war viel kleiner als erwartet. Mein Standardspruch, ein Hund fängt da an wo man sich nicht bücken muss zum Streicheln, passte nicht mehr. Eine Mitarbeiterin des Vereins AGT, Frau Seegel, hatte mir die Enttäuschung wohl auch angesehen.

Gut, nachdem er sich direkt „auf mich geschmissen“ hatte, gingen wir eine große Runde spazieren. Irgendwie zog er mich in seinen Bann und nach dem Spaziergang klebte er förmlich an meinem Bein. Ich war „überredet“.

 

Da ich zu der Zeit aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen keine Möglichkeit hatte Bellini direkt zu übernehmen, vereinbarten wir ein zeitliches Übergangsmodell bis zum Jahresende. So trafen wir uns jeden Samstag und Sonntag zu einem ausgedehnten Spaziergang in der Hast. Nach sehr kurzer Zeit lief er allein mit mir und ich konnte ihn bei freier Sicht auch mal ableinen. Ab Anfang November fuhr er dann jeweils Freitags mit mir in den „Wochenendurlaub“. Die Autofahrten waren allerdings nicht so sein Ding, meistens musste er danach brechen.

 

Bellinis Vergangenheit

In der Zwischenzeit bemühte ich mich Bellinis Vorleben zu erforschen. Ein paar eMail’s nach Italien, nicht alle wurden beantwortet. Aber es gab eine sehr hilfreiche Person, jetzt fällt mir auf, dass ich nie gefragt habe welche Nationalität sie hat. Also, diese Person hat für mich den italienischen Schriftverkehr erledigt, da meine Kenntnisse der italienischen Sprache als nicht vorhanden bezeichnet werden können. Ich bin ihr sehr dankbar für ihre Arbeit mit der Erfüllung meiner Wünsche. Sie hat folgendes ermittelt:

Bellini alias Tommy wurde im September 2003 am Strand in der Nähe der Stadt Lecce (Region Puglia/Hauptstadt Bari - der so genannte Stiefelabsatz Italiens) von einem jungen Freundespaar, die dort auf Urlaub waren, gefunden. Während ihres Aufenthaltes sorgten sie für Futter und tauften ihn Tommy. Er gewöhnte sich an sie und wurde sehr anhänglich. Während der gesamten Urlaubszeit meldete sich niemand als Besitzer von Tommy und da sie ihn nicht im Touristendorf zurücklassen wollten, haben sie ihn nach Ende der Ferien mit nach Mailand genommen. Dort aber begannen die Probleme mit der Unterbringung von Tommy. Zuhause bei den jugendlichen Tierschützern gab es bereits drei Rüden und deshalb musste eine vorübergehende Unterkunft für Tommy gefunden werden. Er wurde in einer Hundepension untergebracht bei einem Herrn Cosimo. Fast ein Jahr lang haben die beiden jungen Menschen die Unterkunftskosten für Tommy bezahlt. Aber dann schafften sie es finanziell nicht mehr. Herr Cosimo hat dann Tommy an das Tierheim „Diamoci la zampa“, auf Deutsch, „Geben wir uns die Pfote“ weitergegeben. Die beiden jungen Tierschützer haben sich sehr um Tommy gekümmert und haben ihn jeden Samstag besucht und sind mit ihm spazieren gegangen.

 

Bild aus Italien 2004

Im April kam Tommy dann mit dem Auto nach Deutschland und mehr habe ich bis heute leider nicht erfahren können. Ich hätte gerne mit den beiden Kontakt aufgenommen. Aus der Zeit in Italien gibt es noch dieses Foto aus dem Jahr 2004. Irgendwie schon ein bisschen unglücklich. Aber zurück in die Gegenwart......

 

In Düsseldorf war Bellini erst mal ein ganz veränderter Hund, der allerdings sofort seine Besitzansprüche wie Bett, Kofferraum und Futterplatz vehement verteidigen wollte. In mühevoller gemeinsamer Arbeit lösten wir dieses Problem ganz langsam auf, heute existiert es nicht mehr. Der Kontakt mit anderen Hunden, auch meine ehemalige Hundegruppe, war sehr souverän. Als ich ihn am zweiten Weihnachtstag noch einmal für eine Woche in die Hast bringen musste, zeigte er zum ersten Mal eine Gefühlsregung. Bei der Besprechung der Übernahme zum 01. Januar saß er in seinem Körbchen und junkste leise.

 

Ab dem 01. Januar zog er dann zu mir, eine Mitarbeiterin des Vereins, Frau Seegel, kam Montags – Freitags im Laufe des Tages zu einem Spaziergang mit ihm vorbei. Diese Regelung, meine geplante Herabstufung auf 20 Stunden Arbeitszeit/Woche war zu 01. März beschlossen, half uns die ersten zwei Monate zu überbrücken. Wie sich zeigte, war das auch eine sehr gute Lösung. Da Bellini uns beide kannte, gab es erst einmal keine neue Person zum Austesten für ihn. Nach kurzer Zeit piselte er nicht mehr auf die Terrasse, sondern zeigte, dass er ein Bedürfnis zu einem Spaziergang hat. Er lebte sich dann richtig ein und seine Jagdleidenschaft auf Jogger und Mountainbiker kam voll zum Ausbruch. Die Teilnahme in einer Hundeschule in Langenfeld war uns leider nicht lange möglich. Nach diesen Tagen hatte er jeweils zwei bis drei Tage fürchterliche Magenprobleme. Ob der Stress nun durch die Fahrt, die Hundeschule oder beides erzeugt wurde, wir wissen’s nicht. Um nun doch seiner Jagdleidenschaft auf die Objekte seiner Begierde Einhalt zu bieten, beschloss ich noch in Verbindung mit der Hundetrainerin, ihn nicht mehr von der Leine zu lassen. Laufleine war allerdings nicht möglich, da mir die Abbremsung für Bellini aus folgenden Gründen zu abrupt war. Bellini war mit mir Anfang Januar bei der Tierärztin, Frau Dr. Herrmann, zur „Sportuntersuchung“. Ich dachte, wenn ich schon so einen Quirl habe, sollten wir Dog-Frisbee spielen. Bei den Röntgenaufnahmen des Rückens zeigte sich in einem Segment eine schwere Spondylose, also Schluss mit Lustig, sprich Dog-Frisbee.

 

Darum nahm ich dann auch eine 8 Meter lange Flexileine, an der er nun bis zum Ende des Jahres läuft. Wenn wir größere Freiflächen erreichen, darf er auch von der Leine. Dann entwickelt er einen wahren Tobeanfall vor Begeisterung. Das sind dann die Momente, in denen ich mehr als froh bin Bellini genommen zu haben.

Leider passierte dann Anfang Mai wieder ein Unglück. Bellini rammte sich, wie immer er das auch gemacht hat, ein Stöckchen zwischen die Hinterbeine in den Bauch. Allein schon die Vorstellung, einfach grauenhaft, aber nun war es Ernst. In der Tierklinik wurde er dann zweimal operiert, Verweildauer 1 Woche. Na ja, meine Hände, in die er mich aus Schmerz gebissen hatte, brauchten auch 2 Wochen. Also, wir litten zusammen und wurden auch zusammen wieder gesund. Wie schrieb die Vorsitzende des Vereins, Frau Becker, „ist eben eine echte Männerfreundschaft“.

 

Nun, nach heutigem Stand, Juli 2006, ist er wieder putzmunter. Man kann auch sagen, die Leinen-Behandlung hilft ihn zu desensibilisieren. Nur leider hat er mit diesem Unfall auch unser Urlaubsgeld überzogen, so dass wir nur die nähere Umgebung unsicher machen können. Aber auch da zeigte er mir, dass er keine Angst vor Wasser hat und Schwimmen kann.

Getreu dem Motto, das Leben geht weiter verlassen wir sie nun und wünschen ihnen alles Gute weiterhin.

 

Falls es Sie interessiert wie’s weitergeht, oder Sie die Kurzfassung vertiefen wollen, gibt es hier einen Tipp. Sie sind gerne gesehen auf www.aedilius.de , dort gibt es den Bereich des Großen Bellini, aber wir arbeiten auch noch dran.

 

Herbert & Bellini

 

 

Bemerkung der AGT

Bellini kam zu uns über unsere Tierschutzkollegin und –freundin Marinella. Wenn wir gewusst hätten, welch schwieriger Charakter Bellini war, hätten wir ihn nicht genommen. Dass sich Herbert Brennig seiner angenommen hat, war Lebensrettung; denn davor konnte nur unsere Hundepflegerin Kathrin Seegel mit ihm umgehen, sogar knuddeln und mehr. Alle anderen Menschen wurden angemacht. Da kam dieser Mann in die HAST, Bellini warf sich an ihn und gemeinsam räumten die Beiden den Schotter weg, den andere Menschen auf diese Hundeseele geschmissen hatten. Ein ganz anderer Hund kam zum Vorschein.

 

Unser Traumhund Scooter ist über die Regenbogenbrücke gegangen

Scooter als junger Hund

 

Am 24. Februar 2002 stellte Frau Becker von der AGT in der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ den aus Griechenland stammenden Mischlingsrüden „Scooter“ vor. Und Scooter schaute mir direkt ins Herz. Als er uns am nächsten Tag mit seinen „Pflegeeltern“ besuchte, war es gegenseitige Liebe auf den ersten Blick. Wir durften ihn adoptieren.

 

Scooter war sehr ängstlich und unsicher. Bei ungewohnten Geräuschen oder fremden Besuchern zog er sich ins Schlafzimmer zurück, wo neben dem Bett meines Mannes sein Kissen lag. Zu meinem Mann fasste er am schnellsten Vertrauen, da dieser ganztags zu Hause ist. Ich brauchte fast ein Jahr, bis ich ihn richtig in den Arm nehmen und knuddeln durfte. Viel lernte er von seiner großen „Schwester“ Daisy. Die alte Bernhardiner-Hündin gab ihm Sicherheit.

 

Scooter fühlte sich von Anfang an sehr wohl bei uns und das zeigte er uns auch. Er war immer gut gelaunt, verstand sich mit allen anderen Hunden (groß, klein, männlich, weiblich). Wenn er uns mit seinen seelenvollen Augen ansah, wussten wir, dass er glücklich war. Wenn wir uns zum Spaziergang fertig machten, freute er sich und sprang um uns herum. Und, ja, dann lachte er.

 

Scooter im Alter - Ostern 2012

 

Nachdem seine große „Schwester“ über die Regenbogenbrücke gegangen war, war Scooter sechs Monate lang Ein-zelhund. Im Mai 2003 bekam er einen „Adoptiv“-Bruder (Igor) und im Juni 2004 eine „Adoptiv“-Schwester (Tammy). Von da an hatten wir ein „Traum-Trio“, und „Prinz“ Scooter war der Chef. Das Trio war in den Waldgebieten und auf den Hundewiesen in der Umgebung bei allen anderen Hunden und deren Haltern als lieb und verträglich bekannt.

Im Laufe der Jahre wurden die Hunde älter, wurden schließlich schwächer und kranker und wir mussten im Oktober 2008 von Tammy, danach im Dezember 2009 von Igor Abschied nehmen. Kurze Zeit darauf merkten wir, dass auch an Scooter die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen war. Auch er, der lebenslang oft krank war und mehrfach operiert werden musste, war nicht unsterblich, obwohl wir es immer so empfunden hatten.

Wieder vereint: Das Traum-Trio (Scooter, Tammy, Igor)

Französin Yvette-Happy

2007 holten wir einige Hunde aus einem französischen Tierheim, in dem, wenn kein Platz für neue Hunde ist, eingeschläfert wird.

Unter diesen Hunden war auch Yvette, ein Bichon Frisé-Pudel-Mischling. Hier sehen Sie, warum wir diesen Hund nicht dalassen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben Yvette runderneuert und fanden eine nette Familie mit zwei netten Kindern in Solingen, die Yvette adoptierte und sie in HAPPY umbenannte.

Happy mutierte zu einer vornehmen Hündin, die z.B. bei Regen gar nicht vor die Tür ging. In Frankreich gibt es – so wie in Deutschland - so gut wie keine Streunerhunde, mit Sicherheit hat Happy ein Zuhause gehabt und ist in diesem Tierheim entsorgt worden.

Nun ist Happy im Alter von ca. 10 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen.

Sie litt seit ca. 4 Jahren an Rheuma (bitte noch einmal einen Blick auf das erste Foto werfen!), was aber mit Medikamenten gut im Griff war. Dann erwischten Happy letztes Jahr zwei kleine Schlaganfälle, so dass sie fast nichts mehr hören konnte und unter Inkontinenz litt. Aber ihre Familie konnte damit gut umgehen und stand ihr zur Seite. Nachdem die Muskulatur immer mehr abbaute und sie von Tag zu Tag schwächer wurde, wurde zusammen mit der behandelnden Tierärztin beschlossen, sie zu erlösen. Ihren letzten Platz fand sie im Garten ihrer Familie.

Zitat:

Happy zu nehmen war mit das Beste, was wir je gemacht haben. Sie fehlt uns schrecklich, aber wir wissen, dass es ihr jetzt besser geht.

Pico

Nachdem wir Pico seit 2005 ohne Erfolg beworben haben, haben wir ihn aus der Vermittlung genommen und ein Patentier aus ihm gemacht. Wir hatten gehofft, dass er bis an sein Lebensende in seiner Pflegefamilie bleiben darf. Jedoch kam er zurück und verstand die Welt in seinem Zwinger nicht mehr. Trotz seines Alters und seines schlechten gesundheitlichen Zustands hat sich eine neue Dauerpflegestelle für ihn gefunden.

 

Pico ist ein kastrierter Mix-Rüde mit einer Schulterhöhe von ca. 48 cm und einem geschätzten Geburtsjahr von 1998. Pico hat nicht unerhebliche Herzprobleme, die immer wieder tierärztlich begleitet werden müssen. Hinzu kommen eine leichte Futtermittel-Allergie und Arthrose.

 

Nachdem seine ehemalige AGT-Pflegefamilie den Hund Vasco aufgenommen und glücklich vermittelt hat, konnte sie es nicht übers Herz bringen, die Eltern von Vasco in einem italienischen Tierheim verrotten zu lassen. So kamen Vater Pico und Mutter Sanna ins Ruhrgebiet. Beide Elterntiere waren sehr scheu und sind es Fremden gegenüber immer noch (Sanna ist mittlerweile verstorben). Wenn Pico Vertrauen zu seinen Menschen aufgebaut hat, können diese mit Pico alles machen, angefangen vom Heben ins Auto bis aufs Kuscheln auf der Couch. Überhaupt schmust Pico für sein Leben gern, am liebsten hat er es am Bauch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 07. Oktober 2011 mußten wir ihn über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

 

In stiller Liebe

Gute Reise Pico

01.01.1998 bis 07.10.2011

 

Helga Altmann

Desio

Desio wurde ca. Juni 2000 geboren. Er kam zur AGT –Hundeauffangstation (HAST) aus dem größten Tierheim der Welt, der Smeura, dort leben im Moment 3400 Hunde (siehe: http://www.tierhilfe-hoffnung.de ).

 

Desio hatte sein bisheriges Leben auf der Straße verbracht und hätte nie in ein zivilisiertes Land kommen dürfen; denn er kannte gar nichts.

Aber wir wussten und wissen, was in Rumänien abgeht mit Straßenhunden, wer die Augen davor nicht verschließt, kann sich im Internet überall darüber informieren.

 

Auch Menschen gegenüber war Desio mehr als zurückhaltend; er zog sich lieber in die sichere Schutzhütte zurück; er traute sich nicht einmal auf den Fliesen zu laufen oder aus einem glänzenden Fressnapf zu fressen.

Wir vermuten, dass Desio in Rumänien mit der Schlinge eingefangen wurde, es dauerte Wochen, bis sich Desio das Hundegeschirr anziehen ließ und man eine Leine daran befestigen konnte, er biss dabei anfangs um sich.

 

Es dauerte Wochen, bis Desio und auch wir den Mut hatten, mit ihm die sichere HAST (HAST= Hundeauffangstation) zu verlassen, um mit ihm

die ersten Schritte vor die Türe zu wagen: Alles war so neu für ihn, als wenn er seit Jahren keinen Grashalm gesehen hätte, alle Spuren mussten genau untersucht werden und Desio wollte gar nicht mehr zurück in seinen Zwinger in die HAST.

 

Aber durch liebevolle und geduldige Zuwendung konnte Desio einen Großteil seiner Ängste überwinden und ist eine  

richtige Schmusebacke geworden, die Streicheleinheiten regelrecht einforderte.

 

Vielleicht das erste Mal in seinem Leben hat er erfahren dürfen, was Streicheln und Kuscheln mit einem Menschen bedeutet,  Gassi gehen und zu jemanden gehören, im sauberen warmen Körbchen liegen, Futter und frisches Wasser jeden Tag - für Desio bisher keine Selbstverständlichkeit.das Autofahren beizubringen, was er gar nicht mag. Sobald die Klappe sich schloß, wurde er panisch.

 

Im Sommer 2010 wurde beschlossen, die HAST an einen anderen TSV zu übergeben und für Desio musste eine Lösung gefunden werden. Anrufe bei mehreren seriösen TSV ergaben, dass es besser wäre, diesen völlig unvermittelbaren Hund einzuschläfern, um ihm ein weiteres Zwingerleben zu ersparen.

 

Derjenige, dessen Vertrauen Desio aufgrund von intensiver Beschäftigung mit ihm am meisten gewinnen konnte, war unser Hundepfleger Uwe Dilthey: Er schlug vor, Desio als Dauerpflegehund zu betreuen. Herr Dilthey suchte sich ein kleines Miet-Grundstück in HAST-Nähe, entrümpelte es und baute es mit finanzieller Unterstützung der AGT auf und aus.

 

Der Bürocontainer der aufgegebenen AGT-Kaninchenauffangstation in Langenfeld wurde von unserem lieben Herrn Kohlstadt kostenlos nach Essen transportiert, damit diese kleine Desio-Anlage komplettiert wurde.

 

Am 24.10.10 zog Desio ein.

Auf diesem Grundstück kann sich Desio frei bewegen: Der Bürocontainer wurde sein Wohnzimmer, ein Wohnwagen wurde als sein Schlafzimmer umgebaut. Und das natürlich alles mit der liebevollen Betreuung von Herrn Dilthey.

 

Seitdem gingen Desios Fortschritte nicht mehr im Schneckentempo, weil er sich nun sehr sicher fühlte.

Herr Dilthey übte mit ihm, ohne Probleme mit Autos klarzukommen, keine Jogger und Fahrradfahrer anzumachen, usw.; er zeigte ihm die weite Welt der Stadt Essen und die wunderschönen Hundewiesen dort.

Aber niemals konnten wir ihn bewegen, in einem Auto mitzufahren, da bekam er Panik pur.

 

Anfang 2011 hielten die AGTlerinnen den Atem an, als Familie Dilthey beschloss,

Desio in ihre Wohnung aufzunehmen, wo ja schon AGT-Hunde wohnten.

Allerdings gestaltete Herr Dilthey die Wohnung Desio-gerecht um, damit er sich orientieren konnte; denn wenn Desio etwas nicht wollte, dann zeigte er das auch deutlich. Einmal täglich musste mit Stress-Situationen gerechnet werden.

 

Ende September kamen die ersten krankheitsbedingten Beschwerden, er wurde schlapp und hatte Blut im Urin, trotz Medikamente und Schmerzmittel, gab es keine Besserung.

Aber den Hund einfach mal einpacken und zum Tierarzt fahren, ging nicht. Der Tierarzt musste kommen und Desio schlafen legen, um ihn in die Praxis mitzunehmen. Dort wurde er dann zum ersten Mal in Deutschland gründlich untersucht. Ein Ultraschall zeigte, dass sich in Desios Körper ein riesiger Tumor breitgemacht hatte; auch die Blutwerte waren sehr schlecht. Der Tierarzt wunderte sich, dass Desio mit diesem Tumor so lange ohne sichtbare Beschwerden leben konnte. An diesem 25.11.11 um 19:10 h ließen der Tierarzt und Herr Dilthey diesen Kämpfer über die Regenbogenbrücke gehen, so schwer diese Entscheidung auch fiel.

 

Wenn die Liebe einen Weg zum Himmel fände
und die Erinnerungen sich zu Stufen wandeln könnten,
dann würden wir hinaufsteigen und Dich zurückholen.

 

Wir vermissen Dich

 

deine Pflegefamilie Stefanie, Christin und Uwe Dilthey.

 

Bemerkung der AGT:

Was Herr Dilthey nur diesem einen Hund an Geduld, Liebe und Zeit gegeben hat, würde ihn schon in den Hundehimmel katapultieren. Aber es gab ähnliche davor, es gibt zur Zeit welche und wird ähnliche in Zukunft geben, da wird der AGT nicht bange, auch solche Hunde aufzunehmen: Wir haben ja Herrn Dilthey.

 

 

 

Gehen lassen

 

Du warst bei mir bis zum Ende

und auch nachdem ich gegangen war,

hast Du mich gehalten,

und als meine Seele meinen Körper verließ, blickte ich hinab und sah Dich weinen.

 

Ich würde Dir so sehr sagen wollen,

dass ich verstanden habe.

Du tatest dies für mich.

Ich versuchte Dir auf meine Art zu sagen, dass es Zeit für mich war, zu gehen, und ich danke Dir für Dein Verständnis.

Niemand wird meinen Platz einnehmen,

aber die ich hinter mir lasse

brauchen Deine Liebe und Zuneigung,

so, wie ich sie hatte.

 

Du denkst immer noch an mich

und da sind Momente, in denen Du versuchst, Deine tränengefüllten Augen zu verbergen , aber bitte, sei glücklich und denke nicht an Trauer, denke daran, wie ich Dich glücklich gemacht und zum Lachen gebracht habe mit den lustigen Dingen, die ich tat.

 

Ich danke Dir dafür, dass Du mich geliebt hast, für mich gesorgt hast, und dass Du den Mut hattest, mich mit Würde gehen zu lassen.

 

Pancho starb am 04.03.2012

Pancho ist ein kastrierter Podenco-Rüde, der wahrscheinlich ca. 9 Jahre alt ist. Er kam zu uns zurück, weil seine tierärztliche Versorgung mangelhaft war. Er hat so das ein oder andere Wehwehchen, z. B. eine Futtermittelallergie, die wir ganz gut durch barfen und eine Chemiefreie Ernährung in den Griff bekommen haben.

 

Pancho ist durchaus noch ein lauffreudiger Hund, sein Alter merkt man eigentlich nur wenn er Treppen steigen muss. Er geht sehr gerne spazieren und sucht dabei nach Mäuschen. Leider ist das Ableinen nie mit ihm trainiert worden und so kann er leider nur in eingezäunten Gebieten  mal ohne Leine laufen.

Pancho ist sehr menschenbezogen, anhänglich und verschmust. In der Wohnung verhält er sich, als seie er gar nicht da; er liegt dann gerne auf seiner Decke und schläft.

Pancho wird seinen Lebensabend in der Pflegestelle verbringen. Er hat sich dort gut eingelebt, genießt die absolute Ruhe und langen Spaziergänge mit seiner Bezugsperson.  

 

Allison - Kessi

Für uns alle total unfassbar mussten wir uns am Montag, den 04. April 2011 von unserer Kessi verabschieden.

In den letzten beiden Monaten hatte sie Probleme mit häufigen Durchfall und bekam dagegen Medikamente. Vor drei Wochen stellte man erhöhte Leberwerte fest. Dies wurde auf die längere Gabe von Cortison zurückgeführt. Nachdem sie immer schlapper und lustloser wurde, haben wir einen
erneuten Test machen lassen und da waren die Leberwerte explodiert.

Der Tierarzt ordnete an, die Gabe vom Cortison einzustellen. 3 Tage später bekam sie nur noch sehr schlecht Luft und verweigerte das Futter. Wieder beim Arzt wurde eine Lungenentzündung festgestellt und mit Medikamenten behandelt. 5 Std. später begann sie dann zu brechen. Wir sind daraufhin nach Asterlagen gefahren, damit wir Hilfe für sie bekommen (sonntagsabends hat ja kein Arzt mehr auf).

Nach einem erneuten Röntgenbild bekamen wir eine vernichtende Nachricht: Keine Lungenentzündung - Krebs im Endstadion und keine Behandlungsmöglichkeit mehr!

Das Einzige was wir für unsere geliebte Maus tun konnten war sie auf ihrem letzen Weg zu begleiten.

Jetzt hat sie keine Schmerzen mehr.

Wir danken Ihnen und der HAST, dass wir Kessi 2006 von Ihnen bekommen haben. Kessi (Ihre Allison) hatte bei uns ein gutes Zuhause und sie war eine Seele von Hund. Wir hätten sie gerne länger bei uns gehabt.

Herzliche Grüße

Familie Schöning  

Billy Mo

*27.7.1996

+18.12.2009

 

Billy kam im Sommer 2007 zu uns. Es war und vom ersten Tag an, als wäre er nie woanders gewesen. Er war der freundlichste, lustigste und aufgeschlossenste Hund, den man sich vorstellen kann. Mit ihm konnte man allen Spaß dieser Welt haben. Auf einem Auge war er vollständig blind, auf dem anderen ist er im Laufe der Zeit wahrscheinlich auch erblindet. Das konnte man manchmal aus lustigen Situationen schließen, in die er sich aufgrund des fehlenden Augenlichtes hinein manövriert hatte. Ansonsten war es nicht weiter von Bedeutung, auch ohne Leine und in fremder Umgebung ist er immer vorne weg gedüst.

 

Gehört hat er aber wie ein Luchs. Sobald sich auch nur jemand der Haustür genähert hat, ist er explodiert und hat gebellt wie ein Großer. Ich hätte nie gedacht, wie viel Stimmvolumen in so einem kleinen Kerlchen stecken kann.

Geliebt hat er alles, was man nur lieben kann, andere Hunde, Katzen, Schafe, Kinder und vor allen Dingen Fleischwurst! Nur eines mochte er nicht: Alleine sein. Deswegen war nie eine Sekunde alleine und überall dabei: Im Urlaub, auf der Arbeit, im Auto, auf Feiern, bei Freunden…

 

Als er krank wurde, konnte auch das ihn nicht erschüttern. Wir haben mehr gelitten und uns Sorgen gemacht, als er selbst wahrscheinlich. Ein Gutes hatte aber seine Krankheit, wir wussten die Tage waren gezählt und haben ihn extra doll verwöhnt und die Zeit ganz bewusst mit ihm genossen. Als der Abschied kam, war es für uns die schwerste Entscheidung, die wir je treffen mussten.

Wir sind ihm unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit. Für all das Knuddeln und Spielen und die vielen Ausflüge und die gemeinsamen Erinnerungen. Dafür, dass er die komischsten Tricks aller Zeiten konnte, ohne dass man es ihm je beigebracht hätte. Dafür, dass er einfach Männchen gemacht hat und ganz laut „Riuuuuuu“ gesagt hat, wenn er wusste, dass  wir gerade etwas von ihm wollen, er aber nicht ausmachen konnte, was wir gerade wollten. Einfach dafür, dass wir ihn kennen lernen durften und er der schlauste, witzigste und süßeste aller Hunde für uns war.

 

Billy – wir sehen uns wieder. Und bis dahin wartest du einfach auf einem Fleischwurstwölkchen auf uns.

 

Familie Brandl

 

Anmerkung der AGT: BillyMo wurde im Alter von 11 Jahren bei uns entsorgt. Familie Brandl hatte keine Probleme, auch solch einem älteren Knaben noch ein liebevolles Zuhause zu geben. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Morten-Baby

Am 19.11.2007 rief eine Frau Frohwein aus Monheim bei der AGT an: Sie will ihren Malteser-Rüden abgeben, sie hätte keine Zeit mehr für ihn. Zusätzlich wurde noch eine Geschichte von Krankheit in der Familie erzählt, na ja, das kennen wir ja. Aus Mitleid mit dem Hund nahm die AGT ihn auf und fand eine Pflegestelle in Essen: Frau Kreutzer, die sich liebevoll um Morten kümmerte.

 

Angeblich war der Hund gesund, aber beim genauen Hinsehen war der Hund jahrelang vernachlässigt worden: Das Fell war verknotet, die Augen waren verklebt, alle seine Zähne mussten gezogen werden, ein Nabelbruch musste operiert werden, und vieles andere mehr.

 

Dass der Hund nicht aktuell geimpft war, darüber reden wir ja schon gar nicht mehr. Die AGT investierte viel Geld für Tierarztkosten, damit Morten runderneuert werden konnte. Dabei war Morten erst 7 Jahre jung.

 

Briefe an Frau Frohwein, sich an den Tierarztkosten zu beteiligen, hatte sie doch schriftlich versichert, dass der Hund gesund seie, wurden nicht beantwortet. Ach ja, der Hund war von einem Tiervermehrer….

 

Nachdem Frau Kreutzer mit Morten durch die Tierarztbehandlungen gegangen war, war er ihr so ans Herz gewachsen, dass wir Morten an sie vermittelten. Und das war gut so: Frau Kreutzer hat all das wieder gut gemacht, was dem Hund in seinem vorigen Leben angetan wurde. Morten war glücklich, Frau Kreutzer war glücklich, die AGT war glücklich.

 

Später musste Morten regelmäßig Medikamente einnehmen, um seine Lebensqualität zu erbessern.

 

Am Neujahrstag 2011 gegen 6:30 Uhr ist Morten nicht mehr aufgewacht und ging über die Regenbogenbrücke, gerade mal 10½ Jahre alt.

 

Auf Wiedersehen, Du tapferes Kerlchen, Dein Frauchen vermisst Dich sehr.

Sei sicher, sie wird Dich nie vergessen, aber auch beim AGT-Team hast Du Dich in die Herzen geschmust.

 

Bailey

Bailey kam zur AGT, weil er von seiner früheren Familie nicht mehr gewollt war. Wir vermittelten ihn zu einer älteren Frau, die den ganzen Tag zu Hause war und Bailey die Aufmerksamkeit und Zuneigung gegeben hat, die er vorher so sehr vermißte und wonach er sich so gesehnt hatte.

 

Er folgte seinem Frauchen auf Schritt und Tritt und alle hatten das Gefühl, als wenn er schon ewig dort gelebt hätte.

 

Bei schönem Wetter lag er stundenlang in der Sonne auf dem Balkon uns ließ es sich gutgehen.

 

Bailey war schon ein älteres Kaliber und nun mußte er aufgrund von Krankheit eingeschläfert werden. Die AGT ist froh, ihm noch so einen schönen Lebensabend geboten zu haben und wir danken seinem Frauchen für die Liebe, die sie Bailey gegeben hat.

 

Zum Gedenken an Tizia

In 2004 waren wir auf der Suche nach einem Hund, wir kamen zur AGT-Hundeauffangstation nach Essen, wo meine Frau die Hündin Tizia sah und sich sofort in das Mädchen verliebte. Tizia kam auch gleich zu uns gelaufen, legte sich auf den Rücken und sah uns an nach dem Motto: Können diese Augen lügen?
Wir entschlossen uns für diesen Hund und waren bereit, ihm ein neues Zuhause und Leben zu geben. Wir wurden informiert, dass die AGT alle Hunde auf sogenannte Mittelmeerkrankheiten testen lässt und dass Tizia, deren Geburtsland Spanien ist, einen Leishmaniose-Titer hat, was jetzt behandelt werden soll. Aber das schreckte uns nicht ab und war für uns kein Grund, von unserer Entscheidung Abstand zu nehmen. Wir erklärten uns bereit, die nötige Behandlung auf AGT-Kosten bei uns durchzuführen.

Als Tizia bei uns Zuhause hereinkam, war es als käme sie nach Hause. Auch die zwei Katzen waren für Tizia kein

 

Problem. Sie bekam jeden Tag ihre Tabletten und die nötige Ruhe. Nach geraumer Zeit wurde ein neuer Bluttest gemacht, der dann negativ ausfiel. Wir waren uns aber darüber im Klaren, dass diese Krankheit immer latent vorhanden ist, sie schläft sozusagen, in den meisten Fällen für immer. Da Tizia immer ruhig und ausgeglichen war und wir einen beschaulichen Haushalt führen, war die Prognose gut und wir waren sehr glücklich. Wir hatten viel Spaß mit Tizia, alles war gut, die Krankheit war vergessen, 5 Jahre lang. Dann bekam Tizia eine Zahnfistel, die beim ersten Tierarzt nicht erkannt wurde, so dass sie beim zweiten Tierarzt dann zum zweiten Mal in Narkose gelegt werden musste. Für Tizia (und uns) war das mit richtig Stress verbunden und Tizia litt sehr unter der Situation.

 

Mitte Juni wurde dann ein Tumor an einer Zitze festgestellt, der entfernt wurde. Das war Operation Nummer drei. Diese Zitzentumore bilden sich extrem häufig bei unkastrierten Hündinnen, aber Tizia war – in Absprache mit der AGT -  bewusst nicht kastriert worden, um die schlafende Leishmaniose nicht zu wecken.

 

Vier Wochen nach dieser Operation erbrach sich Tizia nach jedem Essen. Der Arzt sagte, es sei ein Magenproblem, dass in 4 Tagen behoben sein würde. Wir waren guten Mutes und fuhren mit Tizia in einen Campingurlaub in den Schwarzwald.

 

Aber das Magenproblem war nicht behoben, es wurde eher noch schlimmer und wir suchten ca. 40 km weit weg eine Tierärztin auf. Wieder wurde das Problem auf den Magen geschoben und auch behandelt. Als am nächsten Tag starker Haarausfall und Zittern hinzu kam und es Tizia richtig schlecht ging, wurde die Tierärztin wieder aufgesucht, worauf Tizia überhaupt keine Lust mehr hatte, verständlich. Jetzt wurde geröntgt und ein Blutbild angefertigt. Das Ergebnis haute uns voll um: Tizia hatte am Herzen vier schwarze Punkte, auch das Herzgeräusch war alles andere als normal; aber das Schlimmste waren die schlechten Nierenwerte. Die Tierärztin machte uns keine großen Hoffnungen mehr. Laut Ultraschall hatte eine Niere die Arbeit bereits eingestellt und die andere arbeitete nur noch zur Hälfte.

 

Tizia bekam ein starkes Schmerzmittel und eine Infusion. Es tat uns im Herzen sehr weh, den Hund in diesem Zustand zu sehen und ihm nicht helfen zu können. In der Nacht versagte das Herz seinen Dienst und sie schlief ruhig ein.

Sie hinterlässt in unserem Herzen eine riesige Narbe, unser Mädchen ist für immer von uns gegangen, aber sie hat sich in unseren Herzen für immer einen Platz reserviert. Tizia war das Beste, was uns je passiert ist.

Familie Blankertz

 

Anmerkung der AGT:

Wir danken Familie Blankertz, dieser Hündin ein Zuhause gegeben zu haben, welches ihr erlaubte, 6 Jahre lang ein tolles Hundeleben zu führen. Und dafür, dass sie den schweren Weg bis zum Ende mit Tizia mitgegangen sind.

Doolittle

Der äußerst liebenswerte, zurückhaltende Mischlingsrüde Doolittle ging im Mai 2010 im Alter von gerade mal zwei Jahren über die Regenbogenbrücke. Er lebte in einer Pflegestelle, wo er viel Liebe und Zuneigung erfuhr und auch selbst viel Liebe zurückgegeben hat. Er war einfach nur ein Schatz, der auf Menschen und Artgenossen immer freundlich zuging.

 

Leider hat er solch starke Krampfanfälle entwickelt, dass ihm trotz intensiver medizinischer Betreuung niemand mehr helfen konnte.

 

Wir sind alle unendlich traurig und können es immer noch nicht fassen. Wie sehr haben wir diesem netten Hundemann gewünscht, dass er nun ein schönes Leben vor sich hat. Trotz aller Bemühungen - es hat nicht sollen sein. Manchmal scheint das Leben ungerecht...

 

Doolittle - Du wirst immer einen Platz in unserem Herzen haben.

 

das AGT-Team

und die Pflegestelle

Nabuco - Jonny

Danke für die wunderschöne Zeit mit Dir, die leider viel zu kurz war.

 

Im Januar diesen Jahres hatte ich das Foto von Dir auf der Homepage der AGT entdeckt und war sofort hin und weg, ich setzte alle Hebel in Bewegung, Dich live zu sehen und Dich dann auch schnellstmöglich zu mir zu holen.

 

Es war eine wunderschöne Zeit mit Dir, die ich nie vergessen werde.

 

Du hattest einen Dickkopf, den Du immer versucht hast durchzusetzen.

 

Wenn Du Deinen Willen nicht bekommen hast, sei es Dein Frühstücksbrot oder aber auch als Frau Wäger uns besuchte und die Milkana nur an meiner Seite hing um gekrault zu werden, dann hast Du vor Dich hingebrummelt, mich angeschaut mit Deinen Kulleraugen und mir vor Wut in die Wohnung gepinkelt. Aber ich konnte Dir nicht böse sein.

 

Auch bist Du bei den Spaziergängen des Öfteren einfach umgedreht und hast versucht, Deine eigenen Wege zu gehen, so dass ich dann wieder hinterher musste um Dich auf den Weg zu führen, denn wir gehen wollten.

 

 

 

Selbst wenn Du wegen Deiner kranken Hüfte Probleme hattest und wir aus diesem Grunde nur eine kurze Runde laufen wollten, Du bist schnurstracks die bekannt große Runde gelaufen und musstest immer noch über Deine Lieblingswiese, auf der Du Dich stundenlang aufhalten konntest.

 

Du warst einfach bei allen und jeden beliebt, jeder der Dich sah, hat Dich sofort ins Herz geschlossen und liebevoll gekrault.

 

Nun hast Du ganz plötzlich und unerwartet zum letzten Male Deinen Dickkopf durchgesetzt und bist ins Regenbogenland gegangen, plötzlich und unerwartet, all mein Flehen und meine Tränen haben nichts gebracht,

 

Ich wünsche Dir im Regenbogenland alles Gute.

In meinem Herzen wirst Du immer bei mir sein, Du bist einfach einzigartig.

 

Ich werde auf Deiner Wiese regelmäßig eine Kerze für Dich aufstellen.

In Gedenken an Davidoff

* 22.03.2010

+ 18.04.2010

 

Dein junges Herz hat aufgehört zu schlagen.
So plötzlich und unfassbar früh.
Was wir fühlen, kann mit Worten niemand sagen.
Vergessen werden wirst Du nie.

 

Hinter dem Regenbogen

Es ist uns allen unbekannt
und heißt das Regenbogenland.
Wann immer ein Tier von uns geht
und man die Welt nicht mehr versteht,
weiß man auch tief in seinem Herzen
Es ist befreit von allen Schmerzen

Und es genießt es, frei zu sein
nur wer zurückbleibt ist allein.
Nun kann es springen. laufen, spielen,
bis irgendwann eins von den vielen,
mit einem Male innehält,
erinnert sich, dass jemand fehlt

Egal, wo es jetzt gerade weilt
beglückt kommt es herbeigeeilt,
dort, wo der Regenbogen endet
ihr irgendwann euch wiederfindet.

 

Deine noch sehr junge Mutter kam zur AGT, da die Vorbesitzer sie nicht mehr halten konnten und durften. Leider haben sie wohl auch nicht aufgepasst, sonst wäre es gar nicht zu dem ungeplanten Nachwuchs gekommen. Obwohl wir gar nicht mit Dir und Deiner Schwester gerechnet haben, wart Ihr doch herzlich willkommen und habt Euch gleich in unsere Herzen eingeschlichen.

 

Heute am 18.04.2010 gingst du nach einer versuchten Reanimierung im Alter von nur knapp 4 Wochen über die Regenbogenbrücke. Wir danken Deinem Pflegefrauchen Barbara Kreutzer dafür, dass sie Tage und Nächte über Dich gewacht und Dich versorgt hat.

 

Wir werden Dich nie vergessen,

Dein AGT Team und Pflegefrauchen

 

Zapf - unser Freund hat die letzte Reise angetreten

Am 04.04.2010 ging Zapf im Alter von nur 8 Jahren friedlich - in der Sonne einschlafend - über die Regenbogenbrücke.

 

Die letzten zwei Monate  ist er bei uns in der Hundeauffangstation noch einmal richtig aufgeblüht. Vielleicht das erste Mal in seinem Leben hat er erfahren dürfen, was streicheln und kuscheln mit einem Menschen bedeutet. Gassigehen und zu jemanden gehören, im sauberen warmen Körbchen liegen, Futter und frisches Wasser jeden Tag - für Zapf bisher keine Selbstverständlichkeit. Er hat es so sehr genossen und wir hoffen, das es eine ganz kleine Wiedergutmachung für das lange Warten im größten Tierheim der Welt, der „Smeura“ war.

 

Wir hätten ihm gerne mehr Zeit gewünscht, aber das Leben in kalten Zwingern und auf der Strasse geht nicht immer spurlos an den Tieren vorbei.

 

Danke Zapf, dass wir dich kennenlernen durften.

 

Du hast Dich nie beschwert, auch wenn du Männern gegenüber etwas unsicher warst, du kuscheltest für dein Leben gerne.

 

Leider hast du ein eigenes Zuhause nie kennenlernen dürfen.

 

Noch stehen wir  traurig da.

Doch wissen wir: du bist nicht fort - du bleibst ganz nah.

In einer besseren Welt, am Ende des bunt schillernden Regenbogens,

genau dort, werden wir uns wiedersehen.

 

Wir werden Dich nie vergessen:

Dein AGT- Team und Gassigänger

 

In Gedenken an Zapf  hat unser Tierpfleger Uwe Dilthey einen Film zusammengestellt, den Sie sich auf Youtube  anschauen können.

 

Loana ..... Ein Engel kam...lächelte...und ging.

Am 04.07.2009 kamst Du aus der Smeura, einem der größten Tierheime der Welt, zu uns. Du warst schwach und schwer krank. Es schien, als hättest Du Dich schon aufgegeben. Gleich am Ankunftstag fuhren wir mit Dir zum Tierarzt. Alles was wir wollten, war  Dich gesund zu pflegen und ein schönes Zuhause für Dich zu suchen. Alles was wir durften, war Dich kurz an unser Herz zu drücken, Dich zu streicheln und Dich zu wärmen.

 

Am 18.07.2009 mussten wir schon wieder Abschied nehmen, denn es hatte sich für Dich eine Pflegestelle in Haan gefunden. In der Familie mit zwei Kindern wurdest Du liebevoll aufgenommen und gepflegt. Das Pflegefrauchen fuhr immer wieder mit Dir zum Tierarzt und das ganze Familienleben musste umgestellt werden.

 

 

 

Wir sind Familie B. so dankbar dafür!

 

Nach vielen Untersuchungen bei verschiedenen Tierärzten, stellte sich heraus,  dass Du einen bösartigen Tumor in der Nase hast. Am Freitag, 13.11.09, gingst Du im Alter von 5 Jahren über die Regenbogenbrücke.

Nach der Wut über die Ungerechtigkeit, dass Du nur so kurz leben durftest; nach der Trauer, dass wir Dich nur so kurz lieb haben durften, wächst langsam die Dankbarkeit, dass Du in unseren Armen gestorben bist. Dass wir Dich ein Stück begleiten durften auf Deinem Weg über die Regenbogenbrücke.

Hoffentlich hast Du das noch gespürt, sodass Du im Hundehimmel erzählen kannst : „Auch ich hatte eine Familie, die mich geliebt  hat und ein Zuhause, wo man jetzt nur noch ein Foto von mir hat und um mich trauert“ .

 

Wir alle werden Dich nie vergessen!

 

 


In Gedenken an Loana hat unser Tierpfleger Uwe Dilthey einen Film zusammengestellt, den Sie sich auf  YouTube anschauen können:

http://www.youtube.com/watch?v=XifdW0ADdSk


 

 

Frenzie

 

 

Am 3. Dezember 2006 wurde in der WDR-Tiergala aus über 6000 Einsendungen der der Siegerhund beim Wettbewerb "Der schönste Mischlingshund in NRW" gekürt. Es wurde eine Siegerin: Frenzie Schmitz aus Leichlingen.

Das ist die AGT-Frenzie, die zusammen mit den Hunden Madame, Dagobert, Dooley und den Katzen Biafra und Bandi-Mexiko von einem AGT-Team unter Leitung von Helga Klebig aus Szekesfehervar/Ungarn am 19.06.05 geholt wurde; dieses Tierheim erbarmt sich immer wieder der Tiere, die in den Tötungstationen umgebracht werden. Leider hat Kätzchen Biafra es aufgrund des schlimmen Zustandes nicht mehr geschafft, ein endgültiges Zuhause zu finden, sie starb noch in der Pflegestelle, wo sie liebevoll umsorgt wurde. Aber auch solche Tiere sind bei der AGT unvergessen und deshalb haben wir Biafra an dieser Stelle erwähnt. Nachdem Frenzie erstmal zum Gesundheitsscheck in der HAST in Essen untergebracht war, kam bereits am 23.06.05 Familie Schmitz und nahm Frenzie in Pflege. Kurze Zeit später hieß es: Hund bitte aus der Vermittlung nehmen, wir möchten einen Adoptionsvertrag schließen; diesem Wunsch haben wir gerne entsprochen. Danke an Familie Schmitz für das Super-Zuhause.

 


Bericht von Familie Schmitz:

Am 3. Mai 2009 haben wir traurig unsere kleine, liebe Franzie über die Regenbogenbrücke begleitet. Vier Jahre war sie bei uns und war trotz ihrer zurückhaltenden, scheuen Art unser Familienmittelpunkt. Wo sie jetzt ist, braucht sie nicht mehr leiden, obwohl sie sicher noch gerne länger bei uns geblieben wäre. So schnell war unsere gemeinsame Zeit vorbei!

Zwei Jahre, nachdem sie zu uns gekommen und gerade so richtig "angekommen" war, wurde der böse, böse Krebs gefunden, es folgte eine OP und ab dann lief die Zeit. Zwei Jahre sind es noch geworden, tapfer hat sie sich immer wieder aufgerappelt.

Das Schicksal hat es nicht ganz so gut mit ihr gemeint, aber das hat sie ja mit ganz vielen, anderen Tieren gemeinsam. Ihr sind vier gute Jahre vergönnt gewesen, manche haben es nie gut.

Wir haben unser Hundchen superlieb gehabt und es wäre zu schön, wenn der letzte Absatz dieser Geschichte wahr würde: 

 

Regenbogenbrücke

 

Im Himmel gibt es ein Gebiet, genannt Rainbow Bridge. Wenn ein geliebtes Tier stirbt und auf unserer Erde einen geliebten Menschen hatte, dieses Tier geht zur Rainbow Bridge.Dort sind Wiesen und Hügel für unsere geliebten Freunde, damit sie zusammen rennen und spielen können. Dort gibt es Wasser und Nahrung in Hülle und Fülle, die Sonne scheint und unsere Freunde fühlen sich wohl.

 

Alle Tiere die krank und alt waren, sind wieder gesund und kräftig. Diejenigen die verletzt oder verkrüppelt waren, sind wieder wohlauf, so wie wir sie aus unseren Träumen vergangener Zeiten kennen.Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, bis auf einen kleinen Umstand: sie alle vermissen jemand ganz bestimmtes, den sie zurücklassen müssten.

 

Sie alle rennen herum und spielen miteinander, aber für jedes Tier kommt der Tag, an dem es plötzlich innehält und mit hellen Augen erwartungsvoll und zitternd in die Ferne schaut.

 

Plötzlich trennt es sich von seinen Spielkameraden und rennt immer schneller und schneller über die grünen Wiesen.
Da siehst du etwas auf dich zu rennen und wenn du dein geliebtes Tier freudig triffst, werdet ihr niemals mehr getrennt werden.

 

Freudetränen laufen über dein Gesicht, deine beschützenden Hände streicheln wieder den Kopf deines Tieres und du wirst wieder in die treuen Augen schauen, die solange aus deinem Leben gegangen waren, aber niemals aus deinem Herzen.

 

Dann geht ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.

Lillifee

Wir werden immer wieder gefragt, woher denn unsere Hunde kommen. Wir antworten, ein Teil kommt aus dem Ausland, aber wir vernachlässigen deshalb kein Tier aus Deutschland; denn auch hier gibt es Tierelend genug.

Zu diesem deutschen Tierelend gehört auch die Dalmatiner-Hündin Lillifee. Nachdem sie 14 Jahre lang in einer Familie lebte, war dort plötzlich kein Platz mehr für sie (angeblich kam sie mit den Kindern nicht zurecht, jetzt lebt sie prima mit einem zusammen!) und wurde einfach abgeschoben.

 

Obwohl Lillifee kein AGT Tier war, konnten wir nicht die Augen vor dem Schicksal dieser liebenswerten und vollkommen unkomplizierten Hündin verschließen, weshalb wir sie aufnahmen.

 

Lillifees körperlicher Zustand war sehr schlecht. Ihre Ohren hatte man systematisch verdrecken und sich so entzünden lassen, wodurch der Hund taub geworden ist. Außerdem hatte sie eine nicht behandelte Blasenentzündung, die ihr solche Schmerzen verursachte, daß sie permanent bellte und jaulte. Offensichtlich verstanden ihre alten Besitzer diese Hilferufe nicht, sondern banden ihr lieber ein Gummiband um die Schnauze, um das Gejaule zu stoppen.

Gassi gehen war Lillifee seit Jahren nicht, wodurch ihre Muskeln verkümmert und ihre Krallen zu lang war. Kurz gesagt: Ein Bild des Elends.

 

Wir haben sie umgehend einem Tierarzt vorgestellt, die Blasenentzündung behandeln lassen und auch sonst alles veranlaßt (z.B. Zahnsteinentfernung, sie jaulte vor Schmerzen beim Fressen), damit das Leben dieses Hundes wieder lebenswert wurde.

 

Und dann hatte Lillifee auf ihre alten Tagen auch noch einmal richtig Glück: Trotz ihres hohen Alters fand sich eine liebevolle Pflegefamilie, die sie in ihr Heim und ihre Herzen aufgenommen hat, um dieser "grand dame" den Lebensabend noch zu versüßen. Lillifee lebte wieder richtig auf und sollte noch eine gewisse und endlich schöne Zeit vor sich heben, in der sie hoffentlich vergessen konnte, wie die Menschen mit ihr umgesprungen sind, nur weil sie es gewagt hat, alt zu werden.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Lilifees Paten bedanken, die uns geholfen haben die angefallenen Tierarztkosten zu tragen und somit diesem liebenswerten Hund noch einen verdienten Lebensabend in ihrer Pflegestelle in Haan ermöglicht haben.

 

Lillifee ging am 13. Juli 2009 über die Regenbogenbrücke.


Wir danken ihrer Pflegefamilie herzlich dafür, Lillifee noch so eine schöne Zeit gegeben zu haben.

 

Anjo

Anjo ist ein ca. 8 jähriger Corgie(?)-Mix Rüde. Seit dem 01.01.05 wurde er in einer AGTPflegestelle betreut.


Er kam zu uns und hieß Lelo, was portugiesisch ist und zu deutsch: Dööfchen, Dummer, Dummkopf heißt; DAS konnte SO natürlich nicht bleiben. Nach kurzer Zeit stellt die Pflegestelle fest, daß Anjo keineswegs doof oder dumm ist, sondern schlicht und ergreifend taub. Die Kommunikation mit ihm über Handzeichen klappte ganz prima.


Nach ca. 6 Wochen hatte Anjo einen akuten Spondyloseschub: Betroffen sind der 13. Brustwirbel und der 1. und 2. Lendenwirbel. Die Diagnose ist per Röntgenbild gesichert. Vergangene Woche lahmte er plötzlich, belastete das rechte Hinterbein nicht mehr. Verdacht der Tierärztin: unbehandelte HD mit Arthrosebildung. Nun musste er doch wieder Schmerzmittel nehmen. Zwischenzeitlich leidet er unter Durchfällen, die wir schon scherzhaft Durchschuß nennen. Die Bauchspeicheldrüsen-Untersuchung war ohne Befund... Sein Herzfehler, der mit einer halben Tablette ausgeglichen wird, ist dagegen schon fast unauffällig.

 

Anjo war absolut verschmust, menschenbezogen, kinderlieb, verträglich, ein ruhiger, ausgeglichener Hund. Leider haben all diese Charaktereigenschaften ihm nicht geholfen, ein neues zu Hause zu finden. Nachdem er ein halbes Jahr auf unserer Vermittlungsseite war, als Notfall in der Zeitung vorgestellt wurde und auch nach der Sendung Tiere suchen ein zu Hause niemand für ihn angerufen hat, haben wir - gemeinsam mit der Pflegestelle - beschlossen, ihn auf die Patenschaftsseite zu nehmen; denn er konnte in seiner Pflegestelle bleiben!!!!!


Wir danken den Menschen, die uns geholfen haben, seine tierärztliche Versorgung über Spenden oder Patenschaften mit zu finanzieren.

 

Anjo ging am 19. Mai 2009 über die Regenbogenbrücke.


Wir danken der Pflegefamilie herzlich dafür, Anjo noch so eine schöne Zeit gegeben zu haben.

Tascha-Ronja

Seit 2003 habe ich mein Leben mit Herrchen, Frauchen, den zweibeinigen Welpen Chris und Milena und Hundefreundin Kelita mein bis dahin nicht sehr erfreuliches Hundeleben geteilt.

Irgendwann im Frühjahr 2001 in Rumänien geboren, kam ich mit einem Jahr als unerfahrener, junger Hund nach Deutschland. Damals hieß ich noch Tascha - verarmtes Edelfräulein aus rumänischem Hochadelrudel, vertrieben und verprügelt...

 

Irgendwie hatte meine erste Familie nicht wirklich Ahnung von Hunden! Ich glaube, die wollten aus mir einen schussfesten Reißwolf machen... hat nicht geklappt! Ich hab vor jedem lauten Knall Reißaus genommen und mich verteidigt - wurde wohl auch mal im Bad eingesperrt - ich war wohl kein Traumhund!

 Irgendwann nach kurzer Zeit haben sie mich dann abgeschoben - mein nächstes Zuhause auch nicht gerade das Paradies, dass ich mir so vorgestellt hatte; denn meine neuen Leute haben sich dann eines Tages getrennt und ich saß mal wieder im Zwinger bei der AGT.

 

Am 11. Oktober 2003 wurde ich morgens früh abgegeben - Mann, war das kalt im Zwinger! Ich hatte mich schon auf eine laaaange Wartezeit eingestellt, da kam gegen 14:00 Uhr zwei weibliche Zweibeiner und ein Schaf (heute weiß ich, das war Kelita!) um die Ecke. Sie haben mich keines Blickes gewürdigt, obwohl ich wie wild mit dem Schwanz gewedelt und im Käfig auf und ab gehüpft bin... und dann ging doch tatsächlich das Gitter auf und die Mädels haben mich mitgenommen!

 

 

Auf der Fahrt habe ich dann gehört, ich sei ein Pflegehund... hä? Ich war zwar ein bisschen pummelig und mein Fell war wie Stroh, aber ich war doch kerngesund!

Aus den Gesprächen habe ich dann herausgehört, dass die Leute auch nur wieder eine Übergangsstation für mich sein würden, bis ich dann an andere Dosenöffner abgeschoben würde - mein Leben war echt nicht wirklich schön...

 

Zu Hause angekommen habe ich mich sofort unter dem Tisch versteckt und war durch nichts zu bewegen, diesen Platz wieder zu verlassen - mich kriegen die nicht!

Nach nur zwei Tagen habe ich so Sachen gehört wie "Wie sagen wir das bloß deinem neuen Herrchen?" oder "Ob der wohl damit einverstanden ist?". ja, was denn jetzt? Zwei Tage da und schon ein neues Herrchen in Sicht? Dabei wollte ich eigentlich lieber bei meiner "Pflegefamilie" bleiben. Zwar war Kelita in den ersten Tagen echt eklig zu mir, hat mich mit dem Hintern nicht angeschaut und hatte dauernd was zu knurren und lamentieren - aber die würde ich auch noch rumkriegen!

 

Und dann nach fünf Tagen neuer Bleibe stand er plötzlich in der Tür - mein neues Herrchen! Seltsamerweise schien der auch dort zu wohnen, denn er durfte genau wie ich bleiben - Frauchen hat uns beide nicht wieder hergegeben!

Seitdem ist eine Menge Zeit vergangen - ich habe gelernt, dass ich nicht vor allem und jedem Angst haben muss! Zwar habe ich immer noch Schiss vor dunkel gekleideten Männern oder lautem Knallen, aber die einen zwicke ich geschickt von hinten in die Hose (Frauchen flippt dann jedes Mal aus, dabei tue ich das nur für sie!) und die Knaller ignoriere ich so gut es geht.

 

Kelita und ich sind mittlerweile die besten Freunde - eine tolle Partnerin zum Raufen und Toben! Und meine Leute liebe ich über alles - meine bevorzugte Stellung ist die Rückenlage, denn da ist Streicheln am schönsten!

 

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.

Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.

Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

                                                                            (Roger A.Caras)

 

Am 8. Mai 2009 haben wir unsere kleine Maus über die Regenbrücke vorausgehen lassen müssen – wir sind unendlich traurig!

Sie ist nicht mehr da, wo sie war – aber sie ist überall, wo wir sind!

 

Angela Komm und Jürgen Schiefer

 

 

Sanna

Sanna kam zusammen mit Pico, dem Vater ihrer Kinder (u.a. Vasco, den wir schon lange in ein gutes Zuhause nach Dollersheim vermittel haben) von Italien nach Deutschland. Was diese Hundefamilie in Italien mitgemacht hat, können wir nur erahnen. Wissen tun wir, dass sie ihr Leben lang ausschließlich in der Wohnung eingesperrt waren. Deshalb waren auch alle Umwelteinflüsse außerhalb von Wohnungen neu. Aber Sanna lernte schnell und das Grundstück ihrer Pflegefamilie wart ihr Revier, auf das sie wie ein Schießhund aufpaßte, ohne ein Kläffer zu sein. 

Gegenüber fremden Menschen blieb Sanna sehr scheu, war bei "ihren" Leuten aber ein Schmusemädchen und suchte die Nähe der ihr vertrauten Menschen. 

 

Wir hatten Sanna seit 2005 beworben, es gab eine Reihe von Bewerbern, aber alle schreckten vor der Scheuheit bei Fremden zurück. Deshalb durfte Sanna ab 2006 für immer in der Pflegefamilie Rommeis in Mülheim/Ruhr bleiben. Wir suchten Paten, die uns halfen, die Tierarztkosten zu zahlen; denn Sanna hatte nicht nur Zucker und mußte gespritzt werden, sie hatte auch aufgrund der fehlenden Kastration Brustkrebs. Leider konnte sie aufgrund ihres Alters nicht mehr in Vollnarkose gelegt werden, so daß immer wieder unter örtlicher Betäubung die akutesten Knoten entfernt werden mußten.
Damit war Sanna mal wieder ein typischer Fall bei unkastrierten Hündinnen, aber sie kam zu spät zu uns, um per Kastration vorbeugen zu können.

 

Am 17. April 2009 war ihr Leiden dann zu groß geworden und wir haben sie erlöst.

Wir hoffen, dass ihr Tod nicht umsonst war und andere Hündinnen vor einem Krebstod retten kann, indem ihre Besitzer den medizinischen Sinn einer Kastration verstehen.

Eine rechtzeitige Kastration hätte jedenfalls nicht einen Betrag von 2.025,79 Euro gekostet, den wir für Sanna beim Tierarzt nach und nach bezahlt haben. Und sie hätte dem Hund viel Leid erspart und ein längeres Leben beschert.

 

Jurik

Jurik, den wir Piki nannten.

Heute, Montag, der 09. März 2009, ist der Tag, von dem wir nichts wissen möchten - obwohl er doch immer bewußt über uns schweben muß, wenn wir einem alten, kranken Hund ein Zuhause geben.
Kann das Versprechen "Du sollst nicht lange leiden, wenn es zu Ende geht!" eingehalten werden?
Wir hoffen, lieber Piki, nicht doch zu lange gezögert zu haben und wenn ja, bitte verzeih uns unseren Egoismus!

Eigentlich wollen wir einen Text für die AGT-Trauerseite zu verfassen, aber leider gibt es eine Wut in uns, die wir mitteilen müssen:

DAS TIER MUSS ENTSORGT WERDEN!
Ein Hund: Stichverletzung im Auge, Herz kaputt, Zähne kaputt und entzündet und dann schon ca. 7 Jahre alt, ab in die Tötung - Neukauf ist billiger. Es ist nicht nur in Ungarn oder südlichen Ländern so, oder warum platzen die deutschen Tierheime aus allen Nähten.
Unser AGT-Karlchen war ein wirklicher ungarischer ca.11 jähriger Strassenhund, er hatte nach 2 1/2 Jahren noch nicht drauf, wie rum unsere Wohnungstür aufgeht und mußte noch lernen, was ein Haushund ist, doch Piki MUSS ein Zuhause gehabt haben, er kannte den Ablauf eines Haushaltes ganz genau.
Gerade aus der ungarischen Tötung geholt, kam er zu uns, nur zur Augenpflege, da dieser Zeitaufwand in der HAST nicht zu bewältigen ist (alle 2 Stunden abwechselnde Salben ins Auge).
Sofort stellte sich raus ,daß er alle Eigenschaften eines Haushundes hatte. Als reinrassiger Pekingese war es auch fast schon klar. Naiv, wie wir waren, haben wir schon eine weinende ungarische Familie vor uns gesehen, die ihren Schützling suchen. Durch einen Anruf bei Frau Becker wurden wir aber in die Realität zurück geholt: Die Tierentsorgungspraxis europäischer Partnerländer können Sie/Ihr gerne mal ergooglen. Und wer nun nur an den Süden denkt, vergißt bitte nicht auch, dass z.B. Frankreich zur EU gehört.

Jedes Lebewesen auf dieser Welt hat ein Recht auf Würde und Schutz.... und liebe Menschen, dieser Planet mit Tieren und Pflanzen konnte auch ohne uns bestehen.
Wir auch ohne Tiere und Pflanzen?
Schämen sollten wir uns!

Auf unserem gemeinsamen Weg mit Piki haben uns viele Menschen mit ihrer Hilfe begleitet.
Wir danken der Tierklinik Duisburg für seine "Grundsanierung", unserer Tierärztin Beate für die rundum 2 Jahre liebevollen Betreuung, seinen Patentanten Gisela, Brigitte und Sabine, die immer versucht haben, ihn aus den "roten Zahlen" rauszubekommen und den Veritas-Futterladies Richter, die für ein prächtiges Figürchen sorgten.
Wir entschuldigen uns auch noch mal bei den Besitzern der kaputten Hosenbeine, Designerstiefeln mit Pikis Zahnabdruck, außerdem tun uns die blauen Flecken und Bißwunden an verschiedenen Händen und Füßen sehr leid - manche auch nicht ! Vielen Dank für Euer Verständnis und dass ihr ihn trotzdem so lieb hattet.
Besonders danken wir der AGT, daß wir mit Piki leben durften.
Danke Piki, für die Freude, die Du uns bereitet hast. Es war uns eine Ehre.
Deine Familie Ciaramitaro

 

 

Anmerkung der AGT:

Wir haben oftmals Hundebewerber am Telefon, auch ältere!, die sagen: Ich möchte einen jungen Hund, sonst muß ich mich ja viel zu schnell von ihm wieder verabschieden.

Susan und Rosaria Ciaramitaro sind jung und nehmen grundsätzlich ältere Hunde mit Handicap auf und geben ihnen bis zum Ende ein liebevolles Zuhause. Und halten es immer wieder aus, mit ihnen den letzten Weg zu gehen.

Wir danken den Beiden ganz ganz herzlich für diese schier übermenschliche Leistung.

Die AGT hätte diese Tiere gar nicht aufnehmen können, wenn wir nicht eine solche Pflegestelle hätten. Und was wäre dann? Abgeschoben und verrecken in der Hölle.

 

Finn

13.02.2009

Wer Dich kannte, weiß, was wir verloren haben...

 

Wir danken allen Deinen vorherigen Besitzern, dass sie mit Dir und Deinen Eigenarten nicht klar gekommen sind, denn uns hat ihr Versagen den großartigsten Hund der Welt beschert.

 

Nathan

Am 18. Oktober 2007 kam Nathan zu uns. Wir hatten ihn bei „Tiere suchen ein Zuhause“ gesehen und bereits am nächsten Tag Kontakt mit der Pflegestelle aufgenommen.

Beim gemeinsamen Besuch zusammen mit unserer Pudelhündin Sissi war alles klar: Nathan sollte zu unserer Familie gehören. Er lebte sich schnell bei uns ein und schmuste sich in unser aller Herzen. Mit unserer Hündin harmonierte er wunderbar. Er war immer der ruhige Pol. Trotz seiner Handicaps (Kugel in der Lunge und Spondylose) entwickelte er sich sehr gut und nahm an unserem gesamten Leben teil.

Es stellte sich aber noch raus, dass er deutlich älter als acht Jahre war. Auch das war für uns kein Grund, auf ihn zu verzichten.

An seinem Verhalten, das er erst nach und nach abgelegt hatte, konnte man gut erkennen, auf welche Art und Weise er bisher überlebt hat: Er ging von Haustür zu Haustür und wir hatten Mühe ihn davon abzuhalten, jeden Mist von der Straße zu fressen.

Nach einer Weile hatte er aber raus, etwas im Maul zuverstecken und uns -wohl als Dank- vor die Tür zu legen. Nathan verstand sich auch mit unseren Nachbarn super und wurde von allen gemocht. Er war offen für alle, so dass man ihn ab und an davon abhalten mußte, auf aggressive Hunde zuzulaufen.

 

 

Trotz allem, was man ihm in früheren Jahren angetan hatte, hatte er eine enorme Lebensfreude, die auf alle in seiner Umgebung abfärbte.

 

Er entwickelte clever seine Rituale (Mittagsschlaf in meinem Arm) und bestand auch hartnäckig darauf. Er nervte solange, bis er seinen Willen bekam, und dann war er glücklich, wenn er wieder mit jemand schmusen konnte. Auch folgte er uns auf Schritt und Tritt, allerdings nur wenn es nicht regnete.

 

Dabei war er sich seiner Verantwortung als Pudel voll bewußt. Wenn wir nach einem Schlechtwetterspaziergang durch den Wald wieder zurückkamen, konnte man unsere Hündin Sissi vor lauter Schlamm nicht mehr erkennen. Nathan säuberte sich die Krallen an der Fußmatte und war wieder sauber. Ein wenig die Feuchtigkeit abgetupft und warten bis Sissi grummelnd wieder aus der Dusche kam.

 

Man konnte ein Grinsen in seinem Gesicht nicht leugnen. Insgesamt war seine Mimik sehr ausdrucksstark. Dies war bestimmt der Grund dafür, dass wir es nie geschafft haben, ihn anders als Nathan zu nennen.

 

Alles lief super und auch die Tierärzte waren mit seinem Allgemeinzustand zufrieden. So waren wir besonders geschockt, als es ihm in der zweiten Dezemberwoche 2008 plötzlich sehr schlecht ging. Er bekam sehr schlecht Luft und Panikattacken. Nach einer Woche ging es Nathan so schlecht, dass selbst die Tierärztin uns jede Hoffnung auf Besserung nehmen musste. Die Kugel von einem Luftgewehr, die in seiner Lunge steckte, ist durch eine Entzündung in die Luftröhre gewandert. Die dadurch entstandene Engstelle hat ihm das Atmen fast unmöglich gemacht. Leider haben alle Gegenmaßnahmen nicht gewirkt, so dass wir ihn am 12.12.2008 schweren Herzens erlösen mussten.

In dieser schweren Stunde haben wir ihn nicht allein gelassen. Er ist in den Armen meiner Frau ruhig eingeschlafen und wir durften ihn in unserem kleinen Garten beisetzen.

 

Er hat eine riesengroße Lücke in unserem Herzen hinterlassen. Wir durften nur 14 Monate mit ihm teilen, aber vermissen werden wir ihn ewig, Nathan den Weisen.

 

Jochen Drüke mit Familie

 


Bemerkung der AGT:

 

Nathan kam aus einem anderen Tierheim zu uns. Er war in einem fürchterlichen Zustand (siehe links), völlig verfilzt und er hatte sich fast aufgegeben. 

Sein Rücken war durch die Spondylose gekrümmt. Dass er auch noch eine Kugel im Körper hatte, wußten wir nicht.

 

Wir hatten uns auf einen langen Aufenthalt bei uns einstellt – und dann kam Familie Drüke, der wir noch einmal ganz herzlich danken, diesem Hund noch eine so schöne Zeit gegeben zu haben.

Es ist immer besser für einen Hund ein Zuhause und Menschen zu haben, denen er vertraut, als einsam in einem Zwinger sterben zu müssen. Aber offensichtlich hatte man genau das für ihn vorgesehen, als man ihn in das Tierheim, von dem wir ihn hatten, abschob.

Wir danken Familie Drüke, dass sie Nathan dieses Schicksal erspart haben.

 

Karsten

Am 23.02.2008 kam Karsten zur AGT - Hundeauffangstation nach Essen. Anfangs war Karsten ein stürmischer kleiner Kerl, der sich nicht anfassen oder bürsten lassen wollte. Mit vielen Leckerchen zur Ablenkung, Liebe und Geduld konnten sich die AGT Mitarbeiter mit Karsten langsam anfreunden.

Karsten hatte seinen eigenen Kopf und suchte sich seine Leute selber aus, die mit ihm schmusen und spazieren durften.

In der Wahl seiner Hundefreunde war er auch sehr spezifisch, nicht jeden Artgenossen mochte er, außer seine Zwingerfreundin Birgit, die er über alles liebte. Mit Birgit spielte und tobte er ausgelassen.

Irgendwann bekam auch Birgit ein tolles Zuhause und Karsten musste weiter in der AGT bleiben, was alle traurig machte, da er ein toller Hund geworden war , jedoch seine Spitz-Eigenschaften beibehalten hatte.

Mit der Zeit bekam Karsten eine neue Mitbewohnerin , eine süße souveräne Hündin Namens Ravel, mit der er sich anfreundete, was bei Karsten nicht so einfach war.

 

Die AGT beschloß, dass Karsten bereits vor der Vermittlung eine Hundeschule besuchen sollte. Mit viel Training lernte Karsten, dase es interessantere Sachen gibt, als andere Hunde anzubellen oder Gassigänger in die Waden zu zwicken . Von Tag zu Tag wurde es mit Karsten besser, so dass er ein richtiger Kampfschmuser bei seinen Bezugspersonen wurde.

 

Eines Tages beim Spazierengehen musste Karsten sich übergeben, bekam Durchfall und saß apathisch in seinem Zwinger. Ein AGT-Mitglied fuhr sofort mit Karsten zur Tierklinik in Duisburg, wo er stationär aufgenommen und untersucht wurde, sowie Infusionen und Medikaansehen können.mente bekam. Während einer Notoperation ging Karsten am 28.09.2008 über die Regenbogenbrücke.

 

Wir haben Karsten aus katastrophalen Verhältnissen geholt und gaben ihm in der HAST alle Liebe, die er brauchte. Leider hat er ein Zuhause ganz für sich alleine nicht mehr erleben dürfen.

Die AGT-MitarbeiterInnen und einige Gassigänger, die ihm vertraut waren, trauern um Dich und vermissen Dich, kleiner Mann.

 

In Gedenken an Karsten hat unser Tierpfleger Uwe Dilthey einen Film zusammengestellt, den Sie sich auf  Youtube  anschauen können.

 

Eliano

Eliano kam Anfang Dezember 2005 aus Ungarn zu uns. Er war in einer schlechten Verfassung, konnte nur gekrümmt laufen, hatte offene Wunden an den Läufen, und mehrere, größere Vernarbungen. Da sein Fell um den Hals abgebrochen war, vermuteten wir, daß er an der Kette gehalten wurde. Versuchte er mit anderen Hunden zu spielen (wenn man das überhaupt so nennen konnte), bewegte er sich schwerfällig und kam und kommt noch immer schnell außer Atem. Seine ganze Art, sich seinen Artgenossen zu nähern, läßt vermuten, daß er noch nie in seinem Leben spielen durfte. Eliano ist ein Schäferhund-Mix und müßte eigentlich, wie die meisten seiner Artgenossen, auf Ball oder Stöckchen reagieren. Das tut er nicht!

Das verhärtet unsere Vermutung, daß er sein bisheriges Leben an der Kette verbracht hat. Sein eigentlich schwarzes Fell war grau vor Schutz. Überall wo er gerade war, verrichtete er sein Geschäft, wozu er wahrscheinlich bisher gezwungen war, hinzu kam sein Dauerdurchfall. Auf viele Männer reagiert er äußerst ängstlich und zieht sich knurrend zurück. Eine Angstreaktion!

 

Trotzdem fanden wir für Eliano Mitte Dezember 2005 eine Pflegestelle, in der er sich immer noch befindet und wo er bis zum Lebensende bleiben kann. Eliano hatte weitere 7 Wochen Dauerdurchfall, bekam Medikamente, eine spezielle Kost, mußte nachts, wie auch am Tag, im Rhythmus von 1 bis 2 Stunden aufgrund seines starken Durchfalls ausgeführt werden. In der 6 Woche besserte sich langsam sein Zustand, ohne jedoch normal zu werden. Nach wie vor ging er mit gekrümmten Rücken, zeigte Schmerzen, wenn man in anfaßte. Es stellte sich heraus, daß er u.a. einen Muskel-Faserriß hatte, seine Wirbel waren verschoben und das hintere Gelenk ausgerenkt. Da er sich nicht anfassen ließ, mußten die Wirbel und das Gelenk unter Narkose eingerenkt werden. Diese Verletzungen lassen ebenfalls vermuten, daß er geschlagen und getreten wurde. Er wurde uns als nicht kastriert übergeben. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, daß er kastriert war. Die Kastration muß vor längerer Zeit vorgenommen worden sein, da die Fäden bereits mit dem Gewebe verwachsen waren. Da es Nylonfäden waren, verursachten sie zusätzliche Schmerzen. Sie konnten nur unter Narkose gezogen werden. Nachdem die stärksten Schmerzen in Griff waren, mußte Eliano wieder zum Arzt, um seinen Darm zu untersuchen. Es wurde festgestellt, daß Eliano an einer Bindegewebsschwäche am Enddarm leidet. Es haben sich zwei Ausbuchungen am Darm gebildet, wo sich Kot sammelt. Da er durch die Bindegewebsschwäche den Kot nicht vollständig entleeren kann, sammelt sich Kot in den Ausbuchtungen und drückt den übrigen Kot hoch, so daß er in Bleistiftform aus dem Darm kommt. Dadurch hat er das Gefühl, ständig Stuhl lassen zu müssen. Eliano benötigte also dringend eine OP, da sich auf Dauer der Kot im Darm sammelt und ständig ausgeräumt werden mußte, was wiederum sehr schmerzhaft ist. Die OP ist in der Tierklinik Wodecki ist gut verlaufen. Mittlerweile fängt Eliano an zu spielen, baut Vertrauen zu seiner Pflegerin auf. Er kann mittlerweile ohne Leine mit seiner Pflegerin spazieren gehen, läßt sich abrufen und entwickelt sich artgerecht. Manchmal tobt er los und zeigt Freude. Bisher mußten wir über 1.000 Euro für die Behandlung von Eliano ausgeben.

 

Eliano wurde am 05.01.2009 eingeschläfert, weil er aufgrund seiner Leiden keine Lebensqualität mehr hatte.

 

Tammy

Joop

Joop kam im Jahre 2005 aus Kairo zur AGT Hundeauffangstation nach Essen.

Wir entschlossen uns Joop am 19.10.2005 als Pflegestelle zu uns zu nehmen wo

er später für immer blieb .

Heute am 07.01.2009 ging Joop nach langer schwerer Krankheit über die Regenbogenbrücke. Wir sind sehr froh darüber, das Joop seine letzten Stunden mit uns verbringen durfte und nach diesem langen Weg, jetzt endlich seinen Frieden gefunden hat.

 

Für unseren Joop, der leider viel zu früh über die Regenbogenbrücke gehen musste:
Sehr krank warst du, als ich dir dein Leben nahm. Du warst immer so glücklich, so ein Kämpfer. Und doch erfuhrst du so viel Leid.
Heute Abend lag dein Kopf in meiner Hand, und du schliefst sanft ein. Dein Auge ging ein letztes Mal auf, deine kleine Nase bewegte sich ein letztes Mal auf und ab. Und du spürtest ein letztes Mal wie ich sanft dein weiches Fell streichelte.
Ganz sanft schliefst du ein.
Ich musste mich so zusammenreißen nicht zu weinen, um tapfer zu sein, für dich.
Du sahst so friedlich aus. Als wärst du ganz weit weg,
An einem Ort wo du keine Schmerzen mehr hast, sondern Frieden.
Mir fiel gar nicht auf das du schon fort gegangen warst.
Sanft eingeschlafen in meiner Hand.

 

Wir werden uns am anderen Ende der Regenbogenbrücke wiedersehen.

Wir werden immer an dich denken, Stefanie, Christin und Uwe Dilthey

 

Bonny

Unser Bonny kam im Herbst 2007 zu uns. Sein Herrchen, welches ihn mit vier Jahren aus einem Tierheim geholt hatte, wo er zwei Jahre auf ein neues Zuhause wartete, kam ins Pflegeheim. (Die Abtretung des Tierheims liegt uns vor.) Wir schätzen, daß Bonny 1994 geboren ist. Seine Vorfahren scheinen Schäferhunde und Terrier gewesen zu sein.
Wie sein früheres Herrchen hatte auch Bonny alle Leiden Lazarus: Er hatte Arthrose in den Beinen und konnte deshalb nur kurze Strecken laufen, er war schwer herzkrank, was mit Medikamenten ausgeregelt wurde. Trotzdem hatte sich das Herzleiden weiter verschlechtert, weshalb er auch nicht mehr gut alleine bleiben konnte. Zudem war er taub, inkontinent und mußte oft Gassi gehen. Er war nicht mehr vermittelbar wird; zum Glück gab es da unsere Frau Krause.

Sie hat sich sofort bereit erklärt, diesem alten Hund noch einen schönen Lebensabend zu geben; so wurde aus Bonny im Herbst 2007 ein Dauerpflegehund der AGT.
 

 
Da Frau Krause ein Haus mit „Land“ drumherum hat, war Bonny dort natürlich ideal aufgehoben. Er wurde von der Familie, zu der auch kleine Kinder gehören, geliebt und beschmust. Wenn die Katzen im Haus sich in die Wolle kriegten, spielte Bonny den Schlichter; denn er war ein sehr friedliebender Hund.
Für die Tierarzt- und Medikamentenkosten, die erheblich waren, fanden wir zum Glück freundliche Paten, die uns geholfen haben, die Kosten zu schultern.

 

Am 13. August 2008 ging Bonny über die Regenbogenbrücke; er ist friedlich eingeschlafen. Wir sind sehr dankbar, dass wir diesen netten Hund kennenlernen und ihm noch einen erfüllten Lebensabend bereiten durften.

 

Emily

Am 05.09.2006 zog unsere kleine Emily und somit der Sonnenschein in unser Haus ein. Dieser kleine Hund, den niemand haben wollte, der in Ungarn zunächst auf der Straße gelebt hatte und später in der Tötungsstation landete, bereicherte unser Leben so unglaublich. Am Anfang war sie noch sehr zurückhaltend und vorsichtig, blühte jedoch immer mehr auf. Wir nahmen sie überall mit hin: in den Pferdestall, in unsere Urlaube, ins Restaurant, zu Freunden, zu Familienfeiern, zum Frisör – Emily war überall mit dabei und alle fanden sie toll – allen voran natürlich wir.

 

Wir besuchten die Hundeschule mit ihr und sie verstand alle Kommandos und Übungen viel schneller als wir: während Herrchen und Frauchen noch grübelnd auf dem Waldweg standen, hatte unser Hund alles schon längst verstanden – unsere Hundetrainerin hatte viel Spaß mit uns…. Wir waren ein eingespieltes Team – immer mehr Rituale spielten sich ein und wir waren so glücklich mit ihr.

 

  

Im letzten Jahr lief sie immer mal wieder auf drei Beinen. Wir ließen sie untersuchen und es wurde ein Schaden an der Kniescheibe festgestellt. Zunächst versuchten wir es konservativ: mit Medikamenten, Futterzusätzen und Physiotherapie/ Schwimmen. Als alles nichts half, musste sie im Januar operiert werden.

Wir nahmen uns Urlaub und begleiteten sie. Im Rahmen der OP wurde festgestellt, dass nicht nur das Knie Emilys einziges Problem sein sollte… Durch frühere Misshandlungen sowie die Mangelernährung in Ihrem früheren Leben hatte sie Schäden an Rücken, Knien und den Hüften. Dennoch waren wir guter Hoffnung, dass nach der OP doch noch alles gut werden würde.

Und alles sah zunächst auch so aus…

 

Im März starteten wir mit unserer Kleinen in den Urlaub nach Sylt – wir freuten uns alle drei so sehr darauf. Wir sollten nur noch zwei schöne Tage mit ihr verleben dürfen. Wir waren mit ihr am Meer und sie freute sich so, wieder auf der Insel zu sein. Sie jagte die Möwen und freute sich so sehr ihres Lebens. Im Hotel wurde sie verwöhnt und war auch im Restaurant ein gern gesehener Gast. Am 3. Tag unseres Aufenthaltes ging es ihr plötzlich schlechter, bis sie am Abend nicht mehr laufen konnte. Der Tierarzt stellte einen Bandscheibenvorfall fest und versuchte ihr zunächst mit Spritzen zu helfen. Wir wachten die ganze Nacht neben unserem Hund. Aber es wurde nicht besser – am nächsten Morgen, am 12.03.2008, mussten wir unseren geliebten Schatz einschläfern lassen. Durch die Schäden aus Ihrem früheren Leben bestand keine Hoffnung auf Heilung. Sie vertraute uns so sehr, dass sie ganz ruhig war und sanft in unseren Armen einschlief.

 

Was danach kam, können sich nur Menschen vorstellen, die selbst schon ein Tier verloren haben. Es ist immer noch wie ein Albtraum und wir können uns ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Emily wird immer einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen haben. Wir werden sie nie vergessen.

 

Tanja & Andreas Neumann

 

Sabia

Vor drei Jahren retteten mich - eine schon betagte und taube Pekinesenmischlings-Dame-  die Tierfreunde der AGT aus einer Tötungsstation in Spanien. Ich kam in die Hast nach Essen. Doch mit dem Aufenthalt im Zwinger konnte ich mich gar nicht anfreunden und ich bellte, bellte und bellte, dies hörte mein Frauchen und hatte Mitleid mit mir. So fand ich sofort eine Pflegestelle.

Nachdem ich gezeigt hatte, dass ich der tollste Hund der Welt mit einer starke Persönlichkeit bin, hatte der Familienrat beschlossen, dass ich bleiben durfte.
Aus der Pflegestelle wurde dann nach kurzer Zeit mein ständiges Zuhause.

Ich hatte einen riesengroßen Garten. Da ich unsichern war, traute ich mich nur selten alleine auf einen Erkundungsgang hinein meine Mitmenschen haben mich so immer begleitet. Am liebsten waren mir allerdings die Kaninchen in unserem Garten. Wenn das Gehege gesäubert wurde, schlich ich mich hinein, sie brauchten mich nicht zu fürchten, ich beschnupperte und beschmuste sie.

Meine Menschenfreunde aber durften nur mit mir auf dem Boden schmusen.
Couch, Bett oder auf den Arm genommen werden, das kannte ich nicht und das wollte ich auch nicht. Ich war eben ein gutes Familienmitglied sauber und gut erzogen. Aufgrund meiner kurzen und etwas unterschiedlich geratenen Beine ließ ich mich aber gerne die Treppen rauf- und runtertragen. Große Spaziergänge waren mir auch zuviel. Mein Frauchen liebte mich sehr und ich musste überall mit. Ein Kinderbuggy wurde angeschafft und ich lernte die Welt aus einer anderen Perspektive kennen und genoss es sehr. Mein Lieblingsort war die Gruga - ein wenig laufen, ein wenig gefahren werden.
Auch auf Reisen kam mein Buggy immer mit, damit ich nicht allein bleiben musste. Ich wurde oft von anderen beneidet.

So ganz einfach war es ja nicht mit mir. Anfangs roch sehr streng aufgrund einer Hauterkrankung. Meine Ohren waren entzündet. Dann stellte der Tierarzt auch noch ein Mammakarzinom fest. Ich musste operiert werden und habe alles gut überstanden. Doch ich war immer noch sehr müde und habe viel geschlafen.
Nach weiteren Untersuchungen wurde der Übeltäter gefunden. Babesien, obwohl ich mehrmals negativ getestet wurde. Also wieder Behandlungen. Ich war immer ganz tapfer und habe mich nicht hängen lassen. Vor gut einem viertel Jahr erwischte es mich hart mit einem Schlaganfall. Ich wurde sofort behandelt, doch leider hatte ich fortan Schwierigkeiten beim Laufen und beim Fressen. Mal ging es besser mal schlechter. Gott sei Dank hatte ich ja meinen Buggy und mein Frauchen, das mich mit einer Spritze ernährte. Es klappte so weit alles gut. Doch in den letzten Tagen ging es rapide bergab mit mir. Meine kleinen Beine wollten mich einfach nicht mehr halten und ich war sehr unglücklich und wimmerte vor mich hin.

Als es gar nicht mehr ging, hat Frauchen dafür gesorgt, dass ich auf die Regenbogenbrücke durfte. Dort geht es mir jetzt viel besser. Frauchen hätte mich gerne einige Jahre früher kennengelernt, um mehr Zeit mit mir zu verbringen. Das hätte ich auch gerne, aber irgendwann sieht man sich ja wieder. Deshalb soll  Frauchen auch nicht so traurig sein.

Liebe Grüße von

Eurer Sabia
 

Sushi

Meine ehemalige Pflegehündin, Sushi, ist am 20.12.07 über die Regenbogenbrücke gegangen.

"Als der Regenbogen verblasste, kam der Albatros und trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts. Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen, ich bin euch nur ein Stück voraus."

(unbekannter Verfasser)


Gute Reise Sushi!

Martina Schäfer

 

Karlchen

Hallo an alle, die mich schon von der AGT-Vermittlungsseite kennen und MICH NICHT WOLLTEN. Meine Frauchen lassen Ihnen mitteilen: Schade für Sie, leider haben Sie ein Geschenk des Himmels verpasst!!

Für alle Weitersuchenden und neuen Interessenten einen Tipp für die Zukunft: STERNSCHNUPPEN SIND SEHR SCHNELL! Greifen Sie zu, wenn Sie eine sehen.

Natürlich sind wir Sternschnuppen nicht immer die schönsten, jüngsten und gesündesten Tiere. Wir haben Gebrechen. Oh je. Ich zum Beispiel bin taub, das kann niemand ändern. Aber wen stört das? Meine Frauchen und mich nicht.

Okay, ich war am Anfang nicht der Powerhund. Ich gebe zu, ich bin geschlichen wie ein alter Mann, einmal sogar vom Bordstein gefallen und beim Strecken umgekippt. Klatsch. Tatsächlich brauchte ich für die Häuserblockrunde mindesten eine halbe Stunde und danach Unmengen von Schlaf in einem meiner zahlreichen kuscheligen Nester, die meine Versorgerinnen gemacht hatten.

ABER : ES KANN SICH ALLES ÄNDERN !!!....und meine Geschichte ist der Beweis!

 

Zwei Frauen verlieren ihren kranken Hund und möchten so einen Verlust nicht nochmals erleben. Also, nie wieder ein Tier! Nie wieder. Sie packen die Koffer und fliehen an ihren bevorzugten Strand in Frankreich....und stellen fest: Der ist leer!

Kein eigener Hund, kein einziger Streuner, der ein Zuhause sucht. (Was für ein Glück für mich! Anm. des Autors) Also, kurzgesagt, ein besch... Urlaub!

Zuhause angekommen immer noch die gleiche Einstellung im Kopf: Nie wieder einen Hund. Doch das Herz schaut mal so nebenbei ins Internet: Tierheime und Ähnliches. Dann, ca. 2000 Hundeaugenpaare weiter....plötzlich auf der AGT-Seite DIESE AUGEN (meine, Anm. des Autors)! Karlchen.

JA! Wir drei sind für einander geschaffen. Die Damen zieren sich noch. Aber eine Patenschaft für Karlchen wäre doch was, sagt der Kopf. Das Herz allerdings erzählt jedem von mir. Auch meiner jetzigen Tierärztin und die keift in ihrer charmanten Art: „Dieser Hund braucht Liebe und kein Geld!“ (Danke Doc. Leider brauchte ich aber auch noch eine Kastration....und ich danach ein neues Hobby! (Anm. des Autors)

 

Kurz und gut, da kamen die Beiden, stellten sich vor und wurden von mir und den AGT’lerinnen genehmigt. Seitdem leben wir in einer harmonischen Lebensgemeinschaft, die aus gegenseitigen Geben und Nehmen und Verständnis und viel Liebe und Dankbarkeit geprägt ist.

Durch gesunde Ernährung (Kräuterpulver soll ja helfen, aber schmecken tuts wie lauwarmer Hundepups, Anm. des Autors), Herz- und leichte Schmerzmittel (für mein Beinchen, Anm. des Autors) und viel Liebe und Zuwendung bin ich nun nicht mehr die Turbo-Renn-Schnecke, sondern DER TURBO-KARL geworden.

Ich bin groß, in mir gewachsen, selbstsicher und der Häuserblock ist heute in 10 Minuten umrundet - und dann geht’s weiter! Die Beine kraftvoll, das Fell glänzend und immer fröhlich! So lieben mich die Hundedamen! Zuhause tobe ich mit meinen Frauchen. Nachlaufen, ums Spielzeug kämpfen, Pappe, Papier und Knochen mache ich schnell den Garaus. Sprich, ich bin ein richtiger Terrier, ca. 6 Jahre (nicht 10, wie ich vorher sein sollte und mich auch fühlte!) und sehr pfiffig!

Wir lernen die Zeichensprache, auch ohne zu hören, verstehe ich alles. Wie gesagt, wenn ich nicht hören will, bin ich immer noch taub. Und wenn ich mich dann abends müde in mein Körbchen lege und liebevoll zugedeckt werde, falle ich in einen tiefen Schlaf und träume.

 

1. Alle Tiere werden für die Menschen ein Geschenk des Himmels und auch so behandelt

2. Meine Leidensgenossen in Ungarn und überall auf der Welt sollen auch so ein Traumzuhause finden wie ich.

3. Eine schnucklige Hundedame für mich. (Oh, da gehen die Zeigefinger von meinen Frauchen hin und her, hin und her.. Das heißt ‚Nein!‘. OK, ich verstehe! Mistzeichensprache.)

4. Eine Pansenfabrik und ich bin der Chef. (?????? AHA, keine Finger, aber ein Lächeln, was sagt, träum Du weiter.)

5. Ich möchte immer Frauchens Karlchen sein. (????? Super, das klappt! Leuchtende, tränengefüllte Augen heißt: SuperJa!)

6. Frau Klebig, Frau Becker und allen AGTlerInnen viel Kraft und Energie für 2005, damit sie noch viele viele Tiere retten, pflegen und gut vermitteln können. Spendenkontonummer finden Sie, lieber Leserinnen und Leser, auf der Homepage, falls Sie keine Tierbesitzerenergie haben!

7. Alle Interessenten schauen nicht nur, sondern helfen: Denn die Sternschnuppen, die Sie auf dieser Homepage sehen, können Ihnen, lieber Leserinnen und Leser, Ihre Herzenswünsche erfüllen ! Verpassen Sie nicht schon wieder Ihre Chance !!!!

 

So, nun aber Schluß, da ich noch zur Post muss, um den Wunschzettel zum Nordpol zu schicken!

Euer Karlchen

  


 

Anmerkung der AGT

 

Im Sommer 2004 wurde Karlchen durch die AGT aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet. Im April 2007 mussten wir ihn über die Regenbogenbrücke gehen lassen. 

Danke an Susan Göbel und Susan Ciaramitaro, die sich dieses Hundes angenommen haben, den niemand haben wollte. Und danke für den Bericht, in dem aus jeder Zeile die ganze Liebe zu diesem Hund ins Herz springt.  

  

 

Zarita

Zarita kam aus der Türkei zur AGT; sie wurde auf ca. 5 Jahre geschätzt. Zunächst brachten wir sie in unserer Hundeauffangstation unter und als sie trotz ständiger – unauffälliger – Blutuntersuchungen weiter abnahm, gaben wir sie in eine bewährte Pflegestelle in Monheim; hier der Bericht der Pflegefamilie, der wir herzlich danken, dass sie Zarita noch eine schöne Zeit gegeben haben (Zarita durfte als erster Pflegehunde aufs Sofa!!):
Wir bekamen unseren neuen Pflegehund am 19.05.07 zum Aufpäppeln, weil er soviel abgenommen hatte. Wir freuten uns schon auf sie. Wie sie zu uns kam, sah sie sehr abgemagert aus.  Sie war eine ganz liebe, einfach eine tolle Hündin. Montags gingen wir gleich zur AGT-Vereinstierärztin in Langenfeld zur Untersuchung. Nach dem großen Gesundheitscheck die traurige Nachricht: Zarita hatte 13 Schrotkugeln in der Lunge und es hatte sich bereits tumoröses Gewebe gebildet. Wir versuchten alles, damit sie wieder zu Kräften kam, aber leider nahm sie weiter ab. Sie hatte am Anfang noch Freude an ihrem Umfeld; Wenn jemand zu Besuch kam, wurde er freudig begrüßt. Das hörte nach ein paar Tagen auf und das Fressen wurde auch immer weniger. Beim nächsten Tierarztbesuch bekam sie noch eine Spritze zum Aufbau und zum besseren Fressen. Am Anfang ging das auch, aber dann mochte sie wieder nicht fressen und sie nahm weiter ab. Das Umfeld wurde nicht mehr begrüßt und sie lief auch nur noch von Zimmer zu Zimmer um zu schlafen. Die Atmung wurde immer schlechter und die Treppen ging sie nur noch mit großer Mühe rauf, was uns sehr weh tat. Wir waren sehr traurig darüber, da sie so eine wunderbare Hündin war. Mit schweren Herzen haben wir Zarita am Pfingstmontag, den 27.05.07, zur Tierarztpraxis gebracht, wo sie von ihrem Leid erlöst wurde und wo wir sie auf ihrem Weg über die Regenbogenbrücke begleitet haben. Zarita wird in unseren Herzen immer einen besonderen Platz einnehmen.

 

Klaus & Lieselotte Berwanger

Aronca

Aronca
Bild von Aronca

Vor drei Jahren - genauer gesagt am Montag, den 25. Februar 2002 - saß ich in Leverkusen in der Tierklinik und wartete dort auf unseren neuen Pflegehund:
Eine zwei Jahre junge Irish Setter Hündin, der auf Grund eines Autounfalles und der leider nicht erfolgten Behandlung, wo auch der Amtsveterinär keinen (Be-)Handlungsbedarf sah, der rechte Vorderlauf amputiert werden mußte. Es war höchste Eisenbahn; denn die Blutvergiftung lauerte schon.
Wir hatten uns schon Gedanken gemacht, wie das wohl mit einem Handicap-Hund sein mag. Dann ging die Tür des Behandlungszimmers auf und eine rot-braune Setter Dame mit riesen Plastik-Kragen kam mir und meiner Tierschutz-Kollegin entgegen geflogen. Als ich dieser Hündin in die rehbraunen Augen sah, wußte ich: Die würde unser Zuhause nicht mehr verlassen !
Am 29. März wurde sie offiziell per Übernahme Vertrag "unsere" kleine Prinzessin.
Sie mauserte sich von einer unsicheren kleinen Maus zu einer selbstbewußten Setterdame, die es prächtig verstand, ihr Zuhause zu verteidigen. So mancher Handwerker stand mit dem Rücken an der Wand und hoffte nur, daß diese vehement bellende Hündin nicht noch mehr machte.

Hmm, ist das lecker!!!
Aronca mit der ganzen Schnauze in einem Joghurt-Becher

Stets war sie zu Blödsinn aufgelegt: Ob es der Joghurt-Becher war, der nutzlos auf dem Tisch rumstand und umbedingt von IHR geleert werden wollte oder ob es Herrchens Socken waren, die viel besser in IHR Körbchen passten. Sie liebte es über die Felder und Wiesen zu sausen und hat wohl manchen Hasen ganz schön erschreckt. Bei der Fährtenarbeit war sie stets Feuer und Flamme und freute sich über jedes noch so kleine Lob. Sie ging stets offenen Herzens auf alle zu - egal ob groß ob klein - Für SIE waren alle Menschen gleich ! Sie liebte es gestreichelt zu werden und genoss es mit uns auf dem Sofa zu liegen. Sie war der erste Hund, der mit uns ins Bett durfte. Wir waren stolz wie Oskar, wenn wir mit unserer Prinzessin spazieren gingen. Und wenn wir auf Menschen trafen, die meinten, daß wäre doch kein Leben für einen Hund - ARONCA verstand es und sauste los! Sie hat allen bewiesen, daß ein Leben auf drei Pfoten weißgott lebenswert ist!

 

Barbara Steuer mit Mann und Setter-Hündin Lady / setterband(at)gmail.com

Loria

Wir sind sehr traurig darüber, dass unsere Loria am 14.11.06 über die Regenbogenbrücke gehen musste.


Drei Wochen waren wir mit ihr beim Tierarzt in Behandlung, doch gegen das Wasser in der Lunge hatte sie keine Chance. In der Nacht zum 14.11.06 bekam unsere Loria fast keine Luft mehr. Wir fuhren in die Tierklinik, wo man versuchte ihr zu helfen, leider vergeblich. Wir mussten hilflos mit ansehen, wie sie den Kampf verlor.


Leider durften wir nur zwei Jahre mit diesem Traumhund verbringen. Am 09.10.04 holten wir Loria als Pflegehund zu uns. Verängstigt und scheu zog sie bei uns ein. Sie kam aus Spanien, wo genau her, weiß niemand. Mit viel Geduld und Liebe gewannen wir ihr Vertrauen.


Loria wieder abgeben? Nein, daran war gar nicht mehr zu denken; deshalb machten wir mit der AGT einen Adoptionsvertrag; denn die Maus sollte bei uns bleiben. Unser Lorchen, wie sie liebevoll von uns genannt wurde, entpuppte sich als Sonnenschein, umso trauriger ist es jetzt, sie nicht mehr in unserer Mitte zu haben. Aber in unseren Herzen lebt sie weiter. Wir werden unsere Loria nie vergessen!


Danke, für die schöne Zeit, die wir mit ihr verbringen durften.


Liebe Grüße, Familie Bari aus Grevenbroich.


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